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(Bildquelle: Stadt Kempten)
 
Kempten
Freitag, 10. April 2015

Kemptener Mittelschulen nehmen an Modellversuch teil

Schüler sollen individuelle Begabungen erkennen

Die Mittelschule Kempten auf dem Lindenberg sowie die Robert-Schumann-Mittelschule Sankt Mang sind zwei von insgesamt 24 Mittelschulen, die am Modellversuch der Stiftung Bildungspakt Bayern „Talente finden und fördern an der Mittelschule“ (TAFF) teilnehmen.

„Es ist sehr gut, dass gleich zwei Schulen in Kempten an der Entwicklung und Erprobung von Verfahren zur Identifikation der individuellen Begabungen einzelner Schüler beteiligt sind“, sagte der CSU-Fraktionsvorsitzende und Kemptener Landtagsabgeordnete Thomas Kreuzer. Schulpraktiker und Experten wirken in dem Versuch zusammen, um neue Konzepte der Talentsuche und Talentförderung zu erproben. Dies erfolgt im Schulalltag in vielfältiger Weise, beispielswiese im Rahmen des Unterrichts im Ganztag, im normalen Regelunterricht oder als Arbeitsgemeinschaft am Nachmittag.

„Viele Begabungen im technischen, handwerklichen, sozialen oder musischen Bereich sind im normalen Schulalltag nicht auf den ersten Blick erkennbar“, sagte Kreuzer. Neben der Wissensvermittlung spiele die Stärkung der Persönlichkeit eine wichtige Rolle an Schulen. Mit einer Sensibilisierung der Lehrkräfte für das Entdecken von Talenten können die Stärken der Mittelschülerinnen und -schüler zusätzlich zu den bereits bestehenden Angeboten systematisch erfasst und noch gezielter gefördert werden. Die Teilnahme der zwei Schulen aus dem größten Allgäuer Mittelschulverbund am Modellversuch ermögliche es, direkt vor Ort erste Erfahrungen mit dem zukunftsweisenden Konzept zu sammeln, erklärte Kreuzer. „Die Schülerinnen und Schüler erfahren eine verstärkte Wertschätzung ihrer individuellen Talente und können noch besser auf den Beruf vorbereitet werden.“

„Die Mittelschule Kempten auf dem Lindenberg und die Robert-Schumann-Mittelschule Sankt Mang haben sich bereits bei der frühzeitigen und vertieften Berufsorientierung von jungen Menschen ausgezeichnet“, so Kreuzer weiter. Die Schulen waren in den vergangenen Jahren an einer übergreifenden Kooperation der Agentur für Arbeit, des staatlichen Schulamts, des Mittelschulverbunds Kempten und der Stadt Kempten im Rahmen des Projekts für Jugend, Schule und Beruf "zukunft bringt´s" beteiligt. Die weitere Differenzierung der Förderangebote für den Einstieg in die Arbeitswelt sei daher konsequent. „Als Lebens- und Lernort bietet es sich an, den Unterricht an den Mittelschulen um zusätzliche Angebote der Begabtenförderung zu erweitern“, sagte der CSU-Politiker.

Der Modellversuch der Stiftung Bildungspakt Bayern „Talente finden und fördern an der Mittelschule“ (TAFF) startet zum Schuljahr 2015/2016 und ist auf vier Jahre angelegt. Die wissenschaftliche Begleitung des Schulversuchs erfolgt durch Prof. Dr. Thomas Eberle von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Unterstützt wird das Vorhaben durch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). „Der demografische Wandel und der daraus resultierende Fachkräftemangel machen es notwendig, dass jedes Talent frühzeitig entdeckt und gefördert wird“, begrüßte deren Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt den Modellversuch. Die Schulen wurden mit einem Schreiben von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Bildungspakt, dem Staatssekretär Georg Eisenreich, informiert.

(pm)


Tags:
schule bildung modell begabung



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