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Eines der Forschungsfahrzeuge an einer Ladestation
(Bildquelle: AÜW)
 
Kempten
Mittwoch, 11. März 2015

Hochschule Kempten und AÜW schließen Forschungsprojekt ab

Nach drei Jahren erstaunliche Ergebnisse geliefert

Im Mittelpunkt von econnect Deutschland, des größten deutschlandweiten Forschungsprojektes für Elektromobilität, stand die Integration der E-Mobilität in intelligente Stromnetze und den vernetzten Verkehr. Das Allgäuer Überlandwerk und die Hochschule Kempten blicken auf ein sehr erfolgreiches Projekt zurück.

Der Forschungsverbund aus sieben Stadtwerken und 15 Partnern aus Industrie und Forschung hat Ende Januar 2015 seine dreijährigen Forschungsarbeiten erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Gesamtvolumen von rd. 21 Mio. Euro, davon rd. 12 Mio. Euro aus Fördermitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), war "econnect Germany“ das größte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Rahmen der Elektromobilitätsprojekte.

Im Februar 2015 äußerte sich die Parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries auf der Abschlusspressekonferenz des BMWi in Berlin zu dem Projekt: "Die Elektromobilität bietet als Baustein der Energiewende für Stadtwerke in Deutschland neue Chancen. Ich freue mich, dass die Forschungspartner von „econnect Germany“ mit ihren anwendungsnahen Lösungen wichtige Pionierarbeit geleistet haben. Sie haben gezeigt, dass Elektromobilität in Energieversorgungssysteme und moderne Mobilitätskonzepte integriert werden kann. Dies eröffnet Stadtwerken neue Perspektiven - über die Lieferung von Strom, Gas und Wasser hinaus.“

Im Allgäu lagen die Schwerpunkte auf der Kommunikation der Systemkomponenten sowie die Reichweitenoptimierung.

Erste Ansätze haben gezeigt, dass Elektromobilität nicht nur in Großstädten, sondern auch in ländlichen Regionen sehr erfolgreich umgesetzt werden kann.

Innovative Mobilitätskonzepte erfordern hierbei die Entwicklung einer flexiblen und hocheffizienten Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Die Reichweitenoptimierung durch eine computergestützte, intelligente Navigation im Elektrofahrzeug und die Anbindung über offene Plattformen und Schnittstellen an ein mobiles

Endgerät (z.B. Smartphone) wurden aufbauend auf den bereits gewonnenen Erfahrungen umgesetzt.
 

„Ein weiteres wichtiges Ziel war die intelligente Verknüpfung des Elektroautos mit einer PV-Anlage. So konnte mit Hilfe eines Energiemanagementsystems nicht nur der Eigenverbrauch im Haus optimiert werden, sondern auch das Elektroauto in Zeiten von PV-Überschuss automatisiert geladen werden.“, erläutert Stefan Mayer, Leiter der AÜW Innovationsabteilung. „Dieses erweiterte, dezentrale Energie-Management-System ermittelt sowohl die aktuellen Daten des Elektrofahrzeugs (z.B. Batterieladestand), als auch den Energiestand und
-bedarf des Gebäudes und entscheidet unter Einbindung des aktuellen Wetters, ob und wann die Autobatterie geladen werden soll. “, so Mayer weiter.

Konkrete Ergebnisse und Produkte für den Kunden abgeleitet.

AÜW hat aus den Forschungsergebnissen bereits konkrete Lösungen und Produkte für seine Kunden ableiten können. „Wir haben unser Versorgungsgebiet in den vergangenen Monaten für die Einführung der ersten Serienfahrzeuge mit rein elektrischen Antrieb sowie Hybridfahrzeugen vorbereitet. So bieten wir aktuell eine flächendeckende, öffentliche Ladeinfrastruktur mit 14 intelligenten Ladesäulen und mit der AllgäuStrom Heimladebox in mehreren Produktvarianten zusätzlich eine konkrete Lösung für jeden Besitzer eines Elektroautos an. Auch unser Stromprodukt AllgäuStrom Mobil ist speziell auf die Bedürfnisse von Kunden abgestimmt, so kann nachts das E-Mobil günstiger geladen werden und gleichzeitig der Energiebedarf des gesamten Haushaltes in einem Onlineportal überwacht werden.“, erläutert Mayer.

Zusätzlich stärkte das Projekt über Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit die Akzeptanz und das Bewusstsein für Elektromobilität im Allgäu. Auch die Kemptener Studenten profitierten von dem Projekt. Gemeinsam mit der Hochschule Kempten wurde an einem der Studentenwohnheime ein Elektrofahrzeug bereitgestellt, welches die Studenten im Carsharing gegen ein geringes Entgelt jederzeit nutzen konnten.

Projekt „econnect“ Deutschland und seine Projektpartner

Elektrofahrzeuge werden wichtiger Teil eines intelligenten Verkehrssystems (englisch: Smart Traffic). Mit neuen IKT-gestützten Diensten wird die Kommunikation der Verkehrsteilnehmer untereinander verbessert und insgesamt der Verkehrsfluss sowie die Reichweite von Elektrofahrzeugen optimiert. Das Projekt "econnect Germany" wurde gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. 


Tags:
forschung projekt abschluss elektromobilität



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