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"Großes Loch": Stadt ordnet fehlende Maßnahmen zur Baugrubensicherung an
22.05.2013 - 17:03
Die Stadt Kempten (Allgäu) unternimmt weitere Schritte, um die Beeinträchtigungen des Verkehrsraumes und der öffentlichen Sicherheit am "großen Loch" schnellstmöglich zu beheben.
Mit Bescheid vom 17. Mai 2013 hat die Stadt Kempten die Ritter & Kyburz GbR, die Bauherrin am Bauvorhaben „Geschäftshaus August-Fischer-Platz“, förmlich dazu aufgefordert, unverzüglich ein Sicherungskonzept für die unsichere Baugrube in Auftrag zu geben und schnellstmöglich die Temporäranker des so genannten „Berliner Verbaus“ zu sichern.

Bislang haben die Grundstückseigentümer keine der notwendigen Maßnahmen eingeleitet und sich nach dem Bescheid vom 7. Mai 2013 auch nicht gegenüber der Stadt Kempten in irgendeiner Form geäußert. Darin wurden sie dazu aufgefordert, unverzüglich den erweiterten Sicherheitsraum um die Baugrube herzustellen (siehe hierzu: www.kempten.de/de/news-sicherung-baugrube-westlich-forum-allgaeu-0513.php). Diese dringliche Maßnahme hat die Stadt Kempten mittlerweile ersatzweise ergriffen.

In dem nun erteilten Bescheid vom 17. Mai 2013 fordert die Stadt u. a., dass insbesondere die Köpfe der Temporäranker des „Berliner Verbaus“ gesichert werden. In der Baugrube selbst besteht nämlich die Gefahr unter anderem darin, dass die Drahtlitzen der Temporäranker an den der Witterung ausgesetzten Ankerköpfen plötzlich versagen und mit hoher Wucht aus der Verbauwand herausschießen könnten. Daher ist ein Betreten der Baugrube auch für Arbeiter, die die weiteren, notwendigen Sicherungsmaßnahmen umsetzen, derzeit nicht möglich. Zuerst müssen die Ankerköpfe gesichert werden.

Die Stadt Kempten hat der Ritter & Kyburz GbR eine Frist zum 24. Mai 2013 gesetzt, die Beauftragung eines Sachverständigen mit der Erarbeitung der technischen Lösung hierfür nachzuweisen. Es folgen weitere kurze Fristen zur Festlegung der Vorgehensweise und Umsetzung vor Ort bis spätestens 21. Juni 2013.

Wegen der Dringlichkeit hat die Stadt Kempten die sofortige Vollziehung der angeforderten Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Sollte die Bauherrin die Fristen verstreichen lassen, wird die Stadt Kempten erneut zur Ersatzvornahme greifen und als ersten Schritt die Begehbarkeit der Baugrube herstellen. Die dafür anfallenden Kosten werden - ebenso wie bei den bereits erfolgten Maßnahmen zur weiteren Absperrung der Baugrube vergangene Woche - bei der Bauherrschaft eingefordert bzw. beigetrieben.

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