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Eine Kreuzotter im Kempter Wald
(Bildquelle: AllgäuHIT/Foto: Alfred Strauch, BaySF))
 
Kempten
Montag, 28. August 2017

Der Kempter Wald mit seinen Spirkenmoorwäldern

Der Kempter Wald von den Bayerischen Staatsforsten zwischen Bodelsberg, Görisried und Betzigau ist durch seine großen, lichten Spirkenmoorwälder ein „Paradies“ für die wärmeliebende Kreuzotter. 

Kreuzottern sind wie alle Reptilien sehr abhängig von einer günstigen Umgebungstemperatur. Sie brauchen sehr abwechslungsreiche Lebensräume: Viel Wärme, also sonnige Orte, aber auch Schutz vor Wind wegen Auskühlung oder Schatten als Schutz vor Überhitzung. Sie bevorzugen ein Gelände mit vielen Rand und Übergangsstrukturen. „Idealer Lebensraum sind deshalb die Spirkenmoore des Kempter Waldes. 

Dort sind niedrige Strukturen durch Beersträucher, Rosmarinheide und Heidekraut, aber auch schattenspendende große Spirken flächig vorhanden. Der dunkle Torfboden erwärmt sich bei Sonneneinstrahlung sehr schnell und durch das viele Totholz sind auch zahlreiche Schattenplätze und Verstecke vorhanden“, freut sich der zuständige Berufsjäger Joachim Hoffmann vom Forstbetrieb Sonthofen.

Forstbetriebsleiter Jann Oetting ergänzt: „Allerdings müssen wir aufpassen, dass wir unsere Spirkenmoorwälder erhalten. Das Problem dieser Moore ist, dass durch den erhöhten Nährstoffeintrag durch die Luft und die langsame Austrocknung in Folge des Klimawandels das Ökosystem Spirkenmoor in Gefahr ist. Deshalb ist die Pflege dieser Moorwälder durch eine kontinuierliche, vorsichtige Holznutzung so wichtig!“

Bereits vor zehn Jahren pflegten die Bayerischen Staatsforsten daher bereits einige Moorflächen gezielt so, dass die Spirken sich in diesen Bereichen positiv erholen konnten. Diese Pflege half darüber hinaus auch vielen anderen Pflanzen- und Tierarten. Ein Beispiel ist der seltene Hochmoorgelbling, ein Relikt aus der letzten Eiszeit. Die Raupen dieses Falters sind auf intakte Moorwälder mit Zwergsträuchern, insbesondere der Rauschbeere angewiesen. Auch die Anzahl anderer Tiere wie Amphibien oder Kleinsäugern, welche im Nahrungsspektrum der Kreuzotter liegen, nahm durch diese Maßnahme wieder entsprechend zu. Denn während die ausgewachsene Kreuzotter vorwiegend Jagd auf Mäuse und Frösche macht, sind die Jungtiere sehr auf das Vorhandensein von Eidechsen und Kleinfröschen angewiesen. (PM)

 


Tags:
kreuzotter kempterwald paradies allgäu


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