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Darmkrebszentrum Kempten-Allgäu am Klinikum feierlich eröffnet
22.05.2013 - 11:54
"Unser Darmzentrum Kempten-Allgäu umspannt als Netzwerk nicht nur die Verbundkliniken Kempten, Immenstadt, Sonthofen und Oberstdorf, es kooperiert auch mit den Kliniken in Pfronten und Füssen", betonte Zentrumskoordinator Dr. Christian Hart bei der feierlichen Eröffnung des Darmzentrums Kempten-Allgäu am Klinikum Kempten.
Diesem ging die Idee voraus, "über den Tellerrand zu schauen und gemeinsam etwas zum Wohl der Patienten aufzubauen." Die neue organisatorische Struktur habe die Grundlage für eine sehr gute Zusammenarbeit mit vielen niedergelassenen Kollegen geschaffen. Als Schwerpunkt werden neben entzündlichen Darmerkrankungen Patienten mit Darmkrebs behandelt. Die Zertifizierung als Darmkrebszentrum nach den Vorgaben der Deutschen Krebs-Gesellschaft ist im Herbst 2012 erfolgreich gelungen.

Individualisierte Therapie
"Am meisten profitieren die Patienten davon, dass ihre individualisierte Therapie unter Fachkollegen optimal abgestimmt wird", sagte Dr. Hart. Kerngedanke des Darmzentrums sei es, neben regelmäßigen Fortbildungen vor allem die intensive Zusammenarbeit mit allen kooperierenden Kliniken und den niedergelassenen Kollegen zu fördern.

Zahlreiche niedergelassene Kollegen waren der Einladung der Chefärzte Prof. Dr. Peter Büchler und Dr. Wolfgang Angeli gefolgt. Prof. Dr. Magnus von Knebel Doeberitz (Universitätsklinikum Heidelberg) erläuterte den Allgäuer Medizinern einen neuen Therapieansatz für Patienten mit Dickdarmkrebs. So wird am Universitätsklinikum Heidelberg im Rahmen der sogenannten Micoryx-Impfstudie eine Impfung als neuartiges Therapieverfahren bei bestimmten Formen der Krankheit erprobt. Die Studie, an der sich auch Patienten aus der Region beteiligen können, beinhaltet zwölf Impfungen. Diese werden über einen Zeitraum von sechs Monaten verabreicht. "Die Studie birgt ein großes Potenzial", sagte Prof. Büchler, "eine erfolgversprechende Impfung wäre ein erheblicher Fortschritt bei der Behandlung von Darmkrebs."

Wöchentliche Tumorkonferenz
Insgesamt wurden am Darmzentrum Kempten-Allgäu 2012 über 250 Eingriffe an Dick- und Mastdarm durchgeführt. Davon wurden 105 Patienten mit Darmkrebs behandelt. Jeder einzelne Fall wurde in der wöchentlichen Tumorkonferenz („gastrointestinales und thorakales Tumorboard“) ausführlich erörtert. Dabei sind alle Hauptbehandlungspartner aus Chirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie anwesend. Ebenso werden die beteiligten Hausärzte eingeladen.

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