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(Bildquelle: pixabay.com)
 
Kempten
Samstag, 1. Mai 2021

DGB Allgäu: Soziale Marktwirtschaft sichern- Tarifbindung stärken

Nachdem der DGB Allgäu auch 2021 pandemiebedingt seine zentrale Kundgebung zum Tag der Arbeit für das Allgäu auf dem Hildegardplatz in Kempten abgesagt hat, veröffentlicht er seinen Maiaufruf für sein Anliegen zum diesjährigen Tag der Arbeit. Unter dem Motto des 1. Mai 2021 „Solidarität ist Zukunft“ fordert er: „Soziale Marktwirtschaft sichern – Tarifbindung stärken.“ Nur Tarifverträge garantieren, so der DGB-Kreisvorsitzende Ludwin Debong, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zusammen mit ihrer Gewerkschaft auf Augenhöhe mit den Arbeitgebern über Löhne und Arbeitsbedingungen verhandeln können. Ohne die Tarifautonomie und dem damit verbundenen Streikrecht wären die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zum „kollektiven betteln verdammt“, wie das Bundesarbeitsgericht festgestellt hat.

Wie sehr sich Tarifverträge für Beschäftigte lohnen zeigt sich darin, dass in tarifgebundenen Betrieben das Einkommen im Durchschnitt um 11%, das Weihnachtsgeld um 35% und das Urlaubsgeld um 33%  höher ist als in Betrieben ohne Tarifvertrag. Der Anteil der Niedriglöhne ist in tarifgebundenen Betrieben um 15% und der Lohnunterschied zwischen Männer und Frauen um 10% geringer. Tarifverträge sind auch für Rentnerinnen und Rentner wichtig, weil die Rentenentwicklung an die Lohnentwicklung angekoppelt ist.

Auch seriöse Arbeitgeber profitieren nach Auffassung des DGB von Flächentarifverträgen, denn sie sind die Voraussetzung für einen fairen Wettbewerb. Wo es keine Tarifverträge gibt, sei dagegen der Schmutzkonkurrenz Tür und Tor geöffnet.

Arbeitgeber die sich weigern Tarifverträge abzuschließen oder die die „Flucht aus dem Tarifvertrag“ antreten, sind deshalb für den DGB Allgäu Gegner der sozialen Marktwirtschaft.

Deshalb fordert der DGB Allgäu, dass Unternehmen ohne Tarifverträge künftig keine Aufträge der öffentlichen Hand und keine öffentlichen Fördermittel mehr bekommen. Lohndrückerei und Arbeitgeberwillkür dürfe sich nicht auch noch lohnen.

Gerade im Allgäu, der in Sachen Tarifbindung viele „weiße Flecken“ aufweist und in dem etliche Arbeitgeber nach wie vor meinen, nur sie allein haben zu bestimmen, wie sie mit „ihren“ Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern umgehen, herrscht großer Handlungsbedarf, so der DGB-Kreisvorsitzende.

Zum Tag der Arbeit fordert der DGB Allgäu alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Allgäu auf, solidarisch in und mit den Gewerkschaften für Tarifverträge und damit für eine bessere Bezahlung, für bessere Arbeitsbedingungen und für mehr Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerrechte zu kämpfen.


Tags:
dgb allgäu marktwirtschaft tarifbindung


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