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Abschlussbericht zur Allgäuer Festwoche
22.08.2011 - 07:20
Mit etwa 170 000 Gesamtbesuchern, davon über 100 000 Tages- und 70 000 Abendbesuchern war auch dieses Jahr die Allgäuer Festwoche wieder Besuchermagnet. Das elektronisches Einlasssystem lieferte auch dieses Jahr wieder verlässliche Zahlen über die Zu- und Abwanderung der Besucher auf dem Festgelände.
Diese aktuellen Daten ermöglichten eine kontrollierte Öffnung und Schließung der Zugänge und verhinderten eine Überfüllung des Geländes. Keinerlei Probleme gab es im Hinblick auf die Anwendung des Nichtraucherschutzgesetzes in den Gastronomiebetrieben.

Für die Mitarbeiter der PI Kempten bedeutet die Allgäuer Festwoche alljährlich einen personellen Kraftakt. An den Wochenenden verrichteten bis zu 20 Beamte der Inspektion und des Einsatzzuges ihren Dienst und leisteten dabei wieder über 1600 Einsatzstunden in der Polizeiwache und auf dem Festgelände. Bis zum Sonntag Mittag wurden 4 Widerstandshandlungen, 11 Körperverletzungsdelikte und 10 Fälle von Hausfriedensbruch. Des Weiteren wurden im Vorfeld und während der Festwoche 30 Hausverbote ausgesprochen. All diese Zahlen belegen einen deutlichen Rückgang der Kriminalität bei der Allgäuer Festwoche. Dieser Umstand ist aus Sicht der Polizei auf das professionelle Zusammenwirken aller beteiligten Organisationen zurückzuführen und verdeutlicht, dass sich das Sicherheitskonzept bewährt hat. Das gemeinsame Sicherheitszentrum mit Rettungsdienst, Feuerwehr, Sicherheitsdienst und Polizei ist als Institution nicht mehr wegzudenken.

Wie auch schon in den Vorjahren war ein polizeilicher Schwerpunkt bei der diesjährigen Festwoche der Jugendschutz. Neben den allgemeinen täglichen Jugendschutzkontrollen durch den Sicherheitsdienst SIDA organisierte das Jugendamt zusammen mit den Kollegen an drei Tagen Schwerpunktkontrollen. Die konsequente Fortführung der Überwachungsmaßnahmen und die Vielzahl an Einzelmaßnahmen im Gesamtpaket konnten dazu beitragen, dass die Aufgriffe innerhalb des Geländes der Allgäuer Festwoche deutlich reduziert wurden. Die Anzahl der Verstöße gegen die Festwochenverordnung von 36 (Vorjahr 88), macht den Erfolg des Maßnahmenpaketes deutlich. Trotzdem kommt es natürlich im Zusammenhang mit Großveranstaltungen immer wieder zu Ausreißern, wie diese Jahr der männliche Spitzenreiter mit 15 Jahren und 1,98 Promille verdeutlicht. Es ist der Kemptener Polizei dennoch wichtig darauf hinzuweisen, dass der Alkoholmissbrauch durch Jugendliche ein weit verbreitetes gesellschaftliches Problem darstellt und kein Phänomen der Allgäuer Festwoche ist. Diese Jahr war zu beobachten, dass das sogenannten Vorglühen außerhalb des Geländes über Hand nimmt. „Stellvertreterkäufe“, wie sie letztes Jahr noch häufig beanstandet wurden, fielen dieses Jahr nicht mehr ins Gewicht. Es versteht sich von selbst , dass die Forcierung von Maßnahmen zur Reduzierung alkoholbedingter Gewalttaten und Ordnungsstörungen Jugendlicher und junger Erwachsener bei der Polizei auch weiterhin eine übergeordnete Rolle einnimmt.

Zur Zufriedenheit der Kemptener Polizei verlief auch in diesem Jahr wieder der Transfer der Nachtbesucher. Neu in diesem Jahr waren die Busbändchen, die von Anfang an vom Festwochenbesucher gut angenommen wurden. Die verbilligten Abendtarife sind und bleiben ein riesiger Vorteil für die Festwochenbesucher, auch aus dem Umland.

Im Laufe der Woche konnte auch das Zutrittsproblem an der Sparkasse in den Griff bekommen. Das neuartige Sperrgitterkonzept trug erheblich zur Entspannung an den Kassenhäuschen am Eingang 3 bei.

Resümierend konnte der Leiter der Polizeiinspektion Kempten Herr Polizeidirektor Hackenberg zufrieden feststellen, dass das Sicherheitskonzept voll aufging. Die Straftaten und Ordnungswidrigkeiten waren deutlich rückläufig. Dies ist einerseits auf die umfangreiche Aufklärung und Informationssteuerung der Festwochenleitung, andererseits auf die ganzheitlichen Kontrollen in enger Kooperation mit dem Veranstalter zurück zu führen.

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