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ESV Kaufbeuren
(Bildquelle: ESVK)
 
Kaufbeuren
Montag, 8. Februar 2016

Zwei Spiele für den ESV Kaufbeuren - Trauer um Fritz Füller

Ein 4:3 Sieg und eine 1:2 Niederlage für die Rot-Gelben

Im Spiel gegen den EHC Freiburg musste der ESV Kaufbeuren eine bittere Niederlage nach Penaltyschießen hinnehmen. Vor 1.624 Zuschauern führte der ESVK lange, kassierte kurz vor Schluss den Ausgleich und zog schlussendlich im Penaltyschießen den Kürzeren. Für dieses Spiel rückten im Vergleich zum Freitag Hadraschek, Lukes und Messing zurück in den Kader.

Die Gäste aus Freiburg kamen zunächst mit mehr Schwung in die Begegnung, allerdings ohne sich wirklich zwingende Chancen zu erarbeiten. Mit der Zeit waren auch die Joker besser im Spiel und konnten sich durch Oppolzer und Schmidpeter ihrerseits erste Gelegenheiten heraus spielen, fanden allerdings noch keinen Weg vorbei am starken Boutin. In jener Phase stand aber auch Vajs erstmals im Mittelpunkt und rettete zweimal sehenswert gegen Bräuner und Meyer. In der 18. Minute hatte Pfaffengut das 1:0 auf seinem Schläger als er Boutin bereits geschickt umkurvt hatte, dann allerdings im letzten Moment noch von einem Verteidiger entscheidend gestört wurde.

Auch zu Beginn des Mitteldrittels konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend von der jeweils anderen absetzen, man könnte auch vom oft zitierten "neutralisieren" sprechen. Dennoch ergaben sich auf beiden Seiten immer wieder gute Möglichkeiten, die allerdings auch die starken Goalies zunichte zu machen wussten. In der 26. Minute zeigte Hadraschek, der immer wieder in die dritte Reihe für Lukes wechselte, dass er in den letzten Wochen in Sonthofen einen echten "Scoring-Touch" entwickeln konnte. Nachdem sein Schuss zunächst abgeblockt wurde, setzte er mit vollem Einsatz nach und brachte im Fallen die Scheibe über die Linie. Nur wenige Augenblicke jubelten die Freiburger zum ersten Mal, der Schiedsrichter verweigerte dem vermeintlichen Ausgleich jedoch die Anerkennung, da wohl nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, ob Vajs die Scheibe vor oder hinter der Linie unter sich begraben konnte. Im weiteren Verlauf des Drittels übernahm der ESVK mehr und mehr - auch begünstigt durch zwei Powerplays - das Heft des Handelns, allerdings ohne einen weiteren Treffer zu erzielen.

Fast drei Minuten lang spielte der ESVK zu Beginn des Schlussabschnitts in Überzahl, allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Je länger das Spiel dauerte, desto besser kamen die Freiburger zurück ins Spiel und desto mehr verlagerte sich das Spiel in Richtung Kaufbeurer Drittel. Und nicht nur das: beste Chancen von Linsenmaier, der im 2 gegen 0 am überragenden Vajs scheiterte, und Vrbata, der frei vor dem leeren Tor stehend die Scheibe nicht traf, blieben ungenutzt. In der 56. Minute kam es dann doch noch wie es kommen musste: ein Kaufbeurer Vertediger verpasste es, die Situation zu klären, Vrbata fing an der blauen Linie die Scheibe ab und schlenzte zum Tor. Den an sich ungefährlichen Schuss fälschte Linsenmeier unhaltbar ins Tor ab. In der Schlussphase drängten die Breisgauer noch auf den Siegtreffer, aber die Kaufbeurer Defensive brachte das Unentschieden und den damit verbundenen Punktgewinn über die Zeit.

Die folgende Verlängerung verlief - wenig überraschend - ausgeglichen, jedoch, bis auf eine Ausnahme, ohne Großchancen auf beiden Seiten. Diese eine Ausnahme bildete Linsenmaier in der 65. Minute, der ganz allein in Richtung Vajs lief, an diesem jedoch erneut scheiterte. Im fälligen Penaltyschießen konnte kein einziger der Kaufbeurer Schützen, den Puck im Tor unterbringen, für Freiburg versenkte Wittfoth den entscheidenden Penalty.

Ein Sieg war für den ESVK auch dabei!

Die Allgäuer konnten auswärts gegen die roten Teufel von Bad Nauheim mit einem 4:3 punkten

 

Trauer um Fritz Füller!

Fritz Füller war das, was man mit 100% ESVK beschreiben kann. Jahrzehntelang kümmerte er sich um den Nachwuchs in Kaufbeuren. Die Kinder lagen ihm so sehr am Herzen, dass er sich immer wieder Spiele seiner ehemaligen Schützlinge in den höheren Jahrgängen ansah. Er unterbrach sogar seine Arbeit, um bei den Kinder auf dem Eis zu sein. Spiele der 1. Mannschaft gehörten für ihn ebenfalls zur Eishockeywoche. „Der war bei mir schon gut", hörte man ihn sagen, wenn einer seiner Zöglinge eine tolle Leistung auf dem Eis zeigte. Er lebte für den Sport, mit ganzem Herzen.

Für viele Menschen im Verein war er ein Ruhepol in dem oft so hektischen Treiben des Leistungssports. Lief es für seine Jungs mal nicht so gut, fanden sie bei Fritz immer ein offenes Ohr. Er baute die Kids wieder auf. Die Kinder liebten ihren Trainer, der auch bei der Übernachtung während Auswärtsturnieren gerne aus seinem Erfahrungsschatz erzählte. So manches Kind konnte sich nach dem Wochenende gar nur an Fritz Eishockeygeschichten erinnern.

Seine Lebensgeschichte wurde durch den Eissport geprägt. Als kleiner Bub durchlief er alle Nachwuchsmannschaften des ESVK und krönte diese Ausbildungszeit 1971 mit dem Deutschen Meister Titel bei den Junioren. Anschließend spielt er in der Saison 1973/74 in der 1. Mannschaft des ESVK, bevor er über zehn Jahre in Bad Wörishofen die Schlittschuhe schnürte. Im Seniorenbereich ließ er die Zeit 1993/94 in Oberbeuren als Spielertrainer ausklingen. Die Schlittschuhe nach der aktiven Zeit an den Nagel zu hängen, kam für Fritz nicht in Frage. Er engagierte sich fortan in der Nachwuchsarbeit. Nach drei Jahren in Bad Wörishofen trainierte er ab 1992 fast 20 Jahre lang die Schüler, Knaben und in den letzten Jahren die Kleinschüler des ESVK. In diesem Jahr bot sich die Chance, mit der Kleinschülermannschaft im eigenen Stadion den Meistertitel als Trainer zu feiern. Leider wird er dieses Ziel nicht mehr erreichen können.

Der ESVK verliert nicht nur ein langjähriges Mitglied, sondern einen besonderen Menschen. Er hinterlässt sportlich und menschlich eine große Lücke im Verein.

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln in den Gesichter der Menschen, die an ihn denken.


Tags:
Eishockey Trauer Sieg Niederlage



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