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Der Einzug in den Stadtrat bleibt ihnen verwehrt, dennoch beziehen sie Position zu Kaufbeurer Themen
(Bildquelle: Piratenpartei)
 
Kaufbeuren
Dienstag, 4. März 2014

Piraten in Kaufbeuren geben nicht auf

Positionen zu aktuellen Themen vor Ort beschlossen

Die Piraten in Kaufbeuren beziehen durch eine Online-Mitgliederbefragung zu aktuellen Themen vor Ort Position. So sprechen sich die Piraten für ein neues Eisstation im Bereich des Jordanparks aus und fordern mehr Bürgerbeteiligung bei der Planung des Forettle. Der Fliegerhorst soll nach Schließung des Bundeswehrstandorts effizient und nachhaltig mit Fokus auf dem Bildungssektor genutzt werden. Beim Bahnhof geht es den Piraten darum, das Gebäude mit einem modernen Nutzungskonzept wieder ins Stadtbild zu integrieren und die versprochene Elektrifizierung voranzutreiben.

Thomas Blechschmidt, Initiator der Mitgliederbefragung zeigt sich erfreut: "Wir nehmen damit eindeutige Positionen zu Themen ein, die alle Kaufbeurer bewegen - gedeckt von der gesamten Basis in der Partei." Dabei beweisen die Piraten in der Wertachstadt echtes Durchhaltevermögen. Erst vor wenigen Wochen waren sie mit ihrer Bewerbung um die Teilnahme an der Kommunalwahl in wenigen Tagen gescheitert.

Eisstadion
Das Eisstadion und Kaufbeuren gehören zusammen - über das "Wie" lässt sich trefflich streiten. Der Vorschlag der Kaufbeurer Piraten ist, das Stadion wieder am Berliner Platz oder zumindest im Bereich des Jordanparks zu errichten, um die Bedeutung und die Erreichbarkeit dieses Bauwerks zu erhalten. Anzustreben ist dabei eine zweite Eisfläche, die im Unterhalt durch neue Technologien in Koppelung mit dem Stadtbad kostengünstig zu betreiben wäre. Im laufenden Betrieb sind nach der Vorstellungen der Piraten öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen auf dem Eis eine hervorragende Möglichkeit, Kaufbeuren als Stadt und Standort herauszuheben.

Forettle
Das Forettle ist in Kaufbeuren ein bewegtes Thema und auch die Piraten haben sich in ihrer Weise mit der Problematik beschäftigt. Klar ist, dass der Bau nicht sich selbst überlassen werden darf. Es braucht einen moderierten Prozess, der gezielt die Bürger in Form eines Bürgerentscheides mit einbindet, was wiederum eine umfassende Information selbiger über Möglichkeiten und Risiken, aber ebenso eventuelle Sekundäreffekte aufklärt. Stete Information und ein klarer, transparenter Rahmen sind hier essentiell. Als Mögliches Bebauungskonzept kann man hier hochwertige Wohnbebauung nennen, die mit maximal 10% Gewerbeflächen durchsetzt ist und maximal einen entsprechenden kleinen Fachmarkt enthält.

Fliegerhorst
Der Fliegerhorst und Kaufbeuren haben eine lange Geschichte und die Piraten als Kaufbeurer auch eine Meinung zur gemeinsamen Zukunft. Das große Potential der Fläche sollte effizient und nachhaltig genutzt werden, wobei der Fokus hierbei auf dem Bildungssektor liegen sollte.

Die bereits vorhandenen Hörsäle und Unterkünfte könnten als Bildungszentrum für regionale und überregionale Industrie und Handwerk eingerichtet werden. Eine solche Bildungsakademie mit angeschlossenem Konferenzzentrum und eine adäquate, moderne Anbindung in Sachen Verkehr, Breitbandkommunikation und Freizeitangeboten sind ein Konzept für eine attraktive, moderne Stadt. Hiermit bieten wir Standortfaktoren für die Ansiedlung neuer Betriebe und Prägen ein neues Stadtprofil. Passend hierzu werden arbeitsplatznahe Wohnungen für die qualitativ hochwertigen Einrichtungen und Betriebe benötigt. Dieses Konzept bringt neue Wertschöpfung nach Kaufbeuren, die jenseits niedrig qualifizierter Beschäftigungsstätten wie Logistik- oder Fachmarktzentren und Callcenter liegen und hat eine überregionale Ausstrahlung.

Bahnhof
Die Piraten vor Ort beschäftigen sich auch mit dem Bahnhof. Hierbei kamen sie überein, dass die Petition von Frau Waltraud Joa grundsätzlich als richtig anzusehen ist, es aber noch deutlich mehr braucht. Der Bahnhof gehört zur Stadt, ist die Visitenkarte Kaufbeurens für Bahnreisende und sollte damit von der Stadt auch weitgehend gestaltet und ausgebaut werden. Übernachtungsmöglichkeiten, Konferenzräume und dazu passend Carsharing und E-Mobility-Infrastruktur, sowie verkehrsgünstig gelegene Büros sind nur einige Beispiele denkbarer Nutzung. Das Areal soll in einem zur Stadt passendem Stil und nicht nach dem DB-Design-Standard bebaut werden. Der Bahnbetrieb an sich soll ausgebaut werden, um der Bedeutung von Kaufbeuren Rechenschaft zu zollen. Mit einer vorangetriebenen Elektrifizierung der Strecke ließe sich auch ein Bahnhalt im Norden der Stadt zeitnaher realisieren.


Tags:
piraten eisstadion fliegerhorst bahnhof forettle



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