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Eishockey: Knappe Niederlage für ESV Kaufbeuren - gegen Rosenheim in den Play-Offs
12.03.2012 - 08:06
Im Endspiel um das Play-Off Heimrecht standen sich vor 2.434 Zuschauern zwei bärenstarke Teams in einem sehr intensiv geführten Match gegenüber - die Gäste gewannen mit 4:3.
Beide Teams wollten dieses vorgezogene Play-Off Spiel unbedingt gewinnen. Auf Seiten der Gastgeber endeten erste gute Torchancen von Bernhard Ebner und Christian Grosch bei Torhüter Martinovic. Bei den Gästen konnte ein von Quinlan gefährlich abgefälschter Schlagschuß von Andreas Renz notiert werden. Als wenig später auf Seiten der Wild Wings eine Strafe ausgesprochen wurde, konnten die Joker dieses Powerplay zur 1:0 Führung durch einen Schlenzer aus dem Halbfeld von Carl Hudson nutzen. Und die Rot-Gelben legten nach. Nur dreieinhalb Minuten später erkämpfte sich Levi Nelson im gegnerischen Drittel die Scheibe und passte überlegt quer vor das Tor auf Daniel Menge, der wenig Mühe hatte, um auf 2:0 zu erhöhen. Allerdings konnten die Gäste nach einer umstrittenen Strafzeit für Dominic Krabbat durch einen schön herausgespielten Treffer durch Boon auf 2:1 verkürzen.

Im Mitteldrittel musste die Latta-Truppe zunächst eine Strafzeit überstehen, in deren letzten Sekunden Gästeakteur Schlager aus spitzem Winkel das leere Tor verfehlte. Da sich die Strafzeiten häuften, hatten auch die Joker wenig später in Überzahl eine große Möglichkeit, als Torjäger Brady Leisenring mit einem langen Paß auf die Reise geschickt wurde, aber am heutigen Abend glücklos blieb. Auch 86 Sekunden doppelte Überzahl konnten die Joker nicht nutzen, um die knappe Führung auszubauen. Dies wurde von den Gästen in Person von Adam Borzecki wenige Zeigerumdrehungen später bestraft, als er Torhüter Vajs zum bis dato unverdienten Ausgleich tunnelte.

Im Schlußdrittel drängten die Joker auf das erneute Führungstor, das zunächst weder Nelson, der allein auf Torhüter Martinovic zulief noch McPherson, der knapp vorbeizielte, gelang. In der 48. Minute fing Verteidiger Carl Hudson im gegnerischen Drittel einen Paß der Wild Wings ab, umkurvte Torhüter Martinovic und legte für Schäffler auf, der die Scheibe irgendwie zum 3:2 über die Linie brachte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Joker Tabellendritter und wären in den Play-Offs auf die Lausitzer Füchse getroffen. Zu Gute kam den Jokern, dass Gästestürmer Hooton eine fünfminütige Strafzeit plus Spieldauerstrafe aufgebrummt bekam. Allerdings konnte sich die Latta-Truppe während dieser Überzahl kaum hochkarätige Chancen erarbeiten.

Dies sollte sich nach Ablauf der Strafe rächen. Nach einem Fehler in der Defensive waren die Wild Wings durch Philipp Schlager ganze vier Minuten vor dem Ende mit dem Ausgleich zur Stelle. Wäre das Spiel in die Verlängerung gegangen, wäre es am Mittwoch in den Play-Offs erneut zu dieser Paarung gekommen. Doch die Joker wollten sich damit nicht zufrieden geben und wären durch McPherson, dessen Schlenzer die Latte streifte, beinahe erneut in Führung gegangen. Die routinierten Gäste hatten allerdings ebenfalls großen Siegeswillen und kamen drei Minuten vor dem Ende zum etwas überraschenden Siegtreffer durch Peter Boon, der den Jokern damit am kommenden Mittwoch das erste Play-Off Spiel bei den Star Bulls Rosenheim beschert.

Gästetrainer Rumrich hatte in der anschließenden Pressekonferenz ein intensives, spannendes "Play-Off-Spiel" gesehen, in dem beide Teams alles gegeben hatten. Gerade in Unterzahl habe sein Team hervorragend gearbeitet.

Ken Latta war die Enttäuschung anzumerken. Entscheidende Fehler seiner Mannschaft hatten ihn ziemlich sauer gemacht.

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