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Symbolbild Blumen
(Bildquelle: (Bildquelle: pixabay))
 
Bodensee - Lindau
Montag, 12. November 2018

Sanierung der Iselhallen sind abgeschlossen

Das Vorhaben ist feierlich seiner Bestimmung übergeben worden

Die Inselhallensanierung und –erweiterung ist abgeschlossen und das Vorhaben feierlich seiner Bestimmung übergeben worden. Gemeinsam mit dem sich daneben befindlichen Parkhaus ist eine neue Stadtsilhouette entstanden.

Vor Kurzem wurde die Außengestaltung begutachtet und das Umfeld genau angesehen. Aus ökologischen Gesichtspunkten kann sie nicht als gelungen angesehen werden. Massiv wurde ringsum durch Asphalt und Steinplatten versiegelt – eine sterile, nackte und kahle Welt. Es gibt bisher keinerlei Auflockerung durch irgendeine Art von Begrünung, was als belebendes Element so vordringlich wäre. Den Um- und Neubauten an der Zwangzierstraße ist ein üppiger Baumbestand zum Opfer gefallen. Oberbürgermeister Dr. Ecker schrieb in seinem Brief vom 4. Mai 2015 auf unsere Anfrage vom 1. Mai 2015, dass den Umbauten 46 Bäume zum Opfer fallen werden, weitere 15 konnten versetzt werden. Damit bestätigte er den ehemals umfangreichen Baumbestand rings um die alte Inselhalle! er versicherte damals weiter, dass seine Stadtgärtnerei ausreichend Bäume nachpflanzen werde und das Begrünungskonzept an der Inselhalle vordringlich zu verfolgen sei.

Zu erinnern ist ferner an den Vorschlag des Landschaftsarchitekten Rainer Schmidt, der bei der Ausschreibung zu den Außenanlagen schrieb, wir zitieren: „Der vorgefundene Baumbestand – und dabei insbesondere Doppelbaumreihen an der Zwanzigerstraße und an der Seeseite – wird erhalten und in die Platzgestaltung integriert.“

Davon ist leider bis auf die östliche Ecke am Parkhaus an der Zwanzigerstraße nichts übrig geblieben.

Es kann nicht erkannt werden, wie bei der beinahe vollständigen Verdichtung mit Asphalt, Stein und Beton überhaupt noch eine Durchgrünung möglich ist. Ein Paradebeispiel der negativen Art ist der Therese-von-Bayern-Platz – eine Großfläche von großer Eintönigkeit und Sterilität, wahrlich kein Ort zum Verweilen. Ob Therese von Bayern davon begeistert wäre – sie war doch auch eine große Naturfreundin – muss bezweifelt werden. Hier gehören Wasserspiele, Bäume, Bänke auf den Platz.

Der Inselhallenkomplex muss als „Hitzeinsel“ bezeichnet werden. Durch die großen Flächen aus Stein, Beton und Asphalt sowie durch die Fassaden der Inselhalle aus Metall, insbesondere auf der Südseite, heizen sich diese Flächen bei Sonnenschein auf und erzeugen klimatisch überaus ungünstige Verhältnisse. Die Stadt Lindau will jedoch bei ihrem Klimakonzept gerade solche Hitzeinsel vermeiden und bringt dies in den internationalen Energiewettbewerb ein. Es wurde erwartet, dass insbesondere aufgrund der stattfindenden Klimaerwärmung mit der Zunahme von hitzereichen Sommern solche Hitzeinseln vermieden werden. Dies hätte sich bereits in den Planungen niederschlagen müssen. Daher müsste die Stadt Lindau bestrebt sein, die fast fugenlose Versiegelung der Außenanlagen dringlich und deutlich mit lebendigem Grün aufzulockern.

Aber nicht nur aus Klimaaspekten! Die Stadt richtet 2021 eine „Kleine Gartenschau“ auf der hinteren Insel aus. Danach ist es ein erklärtes Hauptanliegen, die Insel intensiver, nachhaltiger und dauerhafter zu durchgrünen. Außenanlage der Inselhalle und des Parkhauses in dem derzeitigen sterilen und toten Zustand stünden diesem unterstützenswerten Bestreben besonders negativ gegenüber.

Es wird deshalb angeregt, dass die Außenanlagen mit Grün intensiv aufgewertet werden. So sollten viel mehr Bäume gepflanzt werden als bisher an der Westseite der Inselhalle offenbar vorgesehen. Der verbliebende Reste der Doppelallee an der Ostseite des Parkhauses sollte unbedingt noch ein Stück weit in Richtung Inselhalle fortgeführt werden. Platz wäre da. Der Therese-von-Bayern-Platz benötigt dringend eine Verbesserung mit Baum- und Strauchstrukturen, ggfs. mit Brunnen/Wasserspiel. An der Seeseite sollten ebenfalls weitere Bäume gepflanzt werden. Die lange Mauer an der Restaurantseite würde durch eine Begrünung mit Efeu oder wildem Wein ein viel sympathischeres Aussehen erhalten.

Da unendlich viel Geld in die beiden Bauten geflossen sind, wäre es sicherlich nicht unbillig, ökologisch das Umfeld zu verbessern. Damit gewänne auch die Optik. Wir sind sicher, die vielen Tagungsteilnehmer und Besucher der Inselhalle, insbesondere die Nobelpreisträger und die Teilnehmer der Psychotherapiewochen, empfänden ein deutliches Mehr an Grün als wohltuend und der angrenzenden Landschaft des Kleinen Sees als eine gute Verbindung.(pm)

 


Tags:
Sanierung Erweitrung Natur Inselhallen



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