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Eingleisige Inselanbindung wäre Draufzahlgeschäft für die Stadt
07.03.2012 - 07:58
Die von einer Bürgerinitiative in Lindau verfolgte Lösung eines Hauptbahnhofs in Reutin mit eingleisiger Inselanbindung wäre ein Draufzahlgeschäft für die finanziell angeschlagene Bodenseestadt.
Das wurde bei einem Bürgerkongress am Abend deutlich.

Je nach Variante müsste Lindau zwischen 75.000 und 230.000 Euro Zuschuss pro Jahr an einen möglichen privaten Betreiber in den Haushalt einkalkulieren. Das hatte der Geschäftsführer eines Interessenten, der Rhein-Sieg-Eisenbahngesellschaft (RSE), Daniel Preis den rund 400 Interessierten des Bahnhofskongresses am Abend erläutert. Die Kosten unterscheiden sich deshalb, da im einen Fall nur eine Anbindung der Insel nach Reutin, im anderen Fall nach Reutin und Aeschach vorgenommen würde. Auch die Investitionskosten würden deutlich unterscheiden: für die eingleisige Reutin- Varianten schlagen 4,4 Millionen Euro zu Buche, für Reutin und Aeschach rund acht Millionen Euro.

Die Rhein-Sieg-Eisenbahngesellschaft könnte sich den Betrieb der Strecke vorstellen. Ob die Deutsche Bahn AG, die laut RSE- Geschäftsführer Daniel Preis durchaus wirtschaftliche Strecke allerdings aufgeben will, bleibt die große Frage. Unterdessen sind die stimmberechtigten Lindauerinnen und Lindauer am Sonntag, 18.März erneut zur Stimmabgabe aufgerufen. Sie entscheiden, ob sie nach der positiv ausgefallenen Abstimmung um einen Hauptbahnhof auf der Insel mit Fernverkehrshalt in Reutin, nicht doch einen Hauptbahnhof in Reutin mit eingleisiger Inselanbindung möchten. Bei letzterer Varianten könnte sich Interessent RSE eine halbstündige Anbindung der Insel von Reutin aus zwischen 6 und 24 Uhr vorstellen.

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