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Feierten gemeinsam die erfolgreiche Spendenaktion für das Rettungsboot „Seewolf“
(Bildquelle: AllgäuHIT/Foto: BRK/Ulrich Stock)
 
Bodensee - Lindau
Donnerstag, 24. August 2017
Der „Seewolf“ in Lindau sagt Danke
BRK und Wasserwacht feiern mit Spendern und Sponsoren die Instandsetzung des Rettungsbootes

Nachdem das Flaggschiff der Kreiswasserwacht (KWW) Lindau, der „Seewolf“, repariert und schon seit vielen Wochen wieder im Einsatz ist, wollten der Lindauer Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und die zugehörige Wasserwacht es nicht versäumt lassen, den Spendern, Sponsoren und sonstigen Unterstützern nochmals ausdrücklich zu danken. Aus diesem Grund hatte der BRK-Kreisverband, der für die Instandhaltung und den Unterhalt des „Seewolf“ verantwortlich ist, zu einer „Dankeschön-Veranstaltung“ in die Wasserwacht-Station am Lindauer Segelhafen eingeladen.

Mit den Worten „Es ist vollbracht“ bedankte sich BRK-Kreisvorsitzender Franz-Peter Seidl bei allen Beteiligten, ohne deren Einsatz und Unterstützung diese „überaus erfolgreiche Spendenaktion“ nicht möglich gewesen wäre. Die Instandsetzung des 1999 in Dienst gestellten Rettungsbootes „Seewolf“ sei die „bislang größte Reparaturmaßnahme“ in der Geschichte des Kreisverbandes gewesen. Die Gesamtkosten lagen mit knapp 135 000 Euro um rund 25 000 Euro über dem ursprünglichen Kostenvoranschlag. Der Grund: Erst während der Instandsetzungsarbeiten in der Wilhelmshavener Werft, wo der „Seewolf“ auch gebaut wurde, habe sich herausgestellt, dass weitere Reparaturen notwendig waren wie zum Beispiel die Propellerwellenlagerung, der Generator oder auch der Fäkalientank, so Seidl.

Neue Motoren

Der mit Abstand größte Kostenfaktor waren die beiden neuen Motoren mit knapp 82 000 Euro. Eine Überholung der alten Motoren, was ursprünglich vorgesehen war, hätte nach Angaben des KWW-Vorsitzenden Walter Hermann „etwa 18 000 Euro mehr gekostet“. Abgesehen von Vorteilen wie Garantie bzw. Gewährleistung würden die neuen Motoren – im Gegensatz zur alten Maschine – auch über einen Service-Stecker verfügen. Die Reparatur habe sich auf jeden Fall gelohnt, ergänzte Seidl, zumal eine Neuanschaffung des Rettungsbootes mit rund 800 000 Euro (!) zu Buche schlagen würde.

Seidl machte klar, dass die kostenintensive Instandsetzung „gewaltige Einschläge in der Mittelstruktur des BRK-Kreisverbandes“ hinterlassen hätte. Dies sei aber Gottseidank durch die großartige Spendenbereitschaft von Bürgerschaft und Unternehmen sowie durch die finanziellen Zuwendungen des Bayerischen Innenministeriums und des BRK-Bezirksverbandes Schwaben verhindert worden.

Politische Unterstützung

An Geldspenden gingen insgesamt fast 49 000 Euro beim Kreisverband Lindau ein, darunter allein acht Großspenden im Wert von 1000 bis 5000 Euro. Vom BRK-Bezirksverband kamen 30 000 Euro, vom Innenministerium 36 000 Euro. Letztere stammen aus Mitteln des Katastrophenschutzes. Insbesondere dem persönlichen Einsatz von Landrat Elmar Stegmann sei es zu verdanken, so Seidl weiter, dass der Zuschuss des Innenministeriums von zunächst 18 000 auf 36 000 Euro verdoppelt wurde. Bei diesen Bemühungen auf politischer Ebene sei Stegmann maßgeblich vom Landtagsabgeordneten Eberhard Rotter unterstützt worden, erinnerte Seidl.

„München ist ja doch recht weit von Lindau entfernt“, witzelte Stegmann in seinem Grußwort. Daher müsse man in der Landeshauptstadt immer wieder „darauf aufmerksam machen, dass der Bodensee ein internationales Gewässer ist, das viele Gefahren birgt“. Und eben aus diesem Grund müssten die Wasserretter auch über eine gute Ausstattung und ordentliche Gerätschaften verfügen. Rotter wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man mit Staatssekretär Gerhard Eck im Innenministerium einen Ansprechpartner gefunden habe, der für solche Anliegen „ein besseres Verständnis als andere Politiker“ mitbringe – zumal sich dieser zuletzt auch für das Wasserburger Feuerwehrboot starkgemacht habe.

20 000 Euro fehlen noch

Und so sieht die vorläufige Schlussrechnung für das Spendenprojekt „Seewolf“ aus: Durch Spenden und Zuschüsse ist die stolze Summe von rund 115 000 Euro zusammengekommen. Das heißt, dass zur vollständigen Abdeckung der Reparaturkosten noch etwa 20 000 Euro fehlen. Daher hofft der BRK-Kreisverband noch auf weitere Spenden, um diese Lücke stopfen zu können. In diesem Zusammenhang machte Rotter auch keinen Hehl daraus, dass er sich seitens der Kommunen im Landkreis, insbesondere der Stadt Lindau, mehr Unterstützung für den „Seewolf“ gewünscht hätte. Schließlich würden deren Bürger und Urlaubsgäste im Notfall von der Wasserrettung ganz maßgeblich profitieren.

 

Spendenkonto: BRK Kreisverband Lindau, Stichwort „Seewolf“, Sparkasse Lindau,

IBAN: DE46 7315 0000 0000 025 50

 

Bildunterschrift: Feierten gemeinsam die erfolgreiche Spendenaktion für das Rettungsboot „Seewolf“ (v.li.): Franz-Peter Seidl (BRK-Kreisvorsitzender), Thomas Fischer (BRK-Chefarzt), Barbara Krämer-Kubas (stv. BRK-Kreisvorsitzende), Walter Hermann (Vorsitzender Kreiswasserwacht), Wolfgang Piontek (Vorsitzender BRK-Wasserwacht-Bezirksleitung Schwaben), Landrat Elmar Stegmann, Landtagsabgeordneter Eberhard Rotter, Hans-Jürgen Schmidt (Peter-Dornier-Stiftung), Hans Jörg Schmeisser (Lions-Präsident Lindau) und Rainer Hartmann (Sparkassen-Gebietsdirektor)

 

 


Tags:
seewolf wasserwacht brk allgäu



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