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Lindau am Bodensee
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Bodensee - Lindau
Dienstag, 16. Juni 2015

35 Afrikanische Nachwuchswissenschaftler in Lindau dabei

Exzellente Studierende auf der Nobelpreisträgertagung

Dank der kontinuierlichen Bemühungen um Internationalisierung des Teilnehmerfelds kommen zur 65. Lindauer Nobelpreisträgertagung deutlich mehr afrikanische Nachwuchswissenschaftler als jemals zuvor. Von den mehr als 650 exzellenten Studierenden und Postdoktoranden, die ab dem 28. Juni am Bodensee erwartet werden, stammen 35 vom afrikanischen Kontinent.

Der frühere Bundespräsident Horst Köhler übernahm die Schirmherrschaft für das neugeschaffene Afrika-Programm der Lindauer Tagungen: das „Horst-Köhler-Fellowship-Programm“ ermöglicht die Teilnahme herausragender afrikanischer Wissenschaftler. Es wird von der Robert-Bosch-Stiftung finanziert und soll in den kommenden Jahren mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) deutlich ausgebaut werden.

„Afrika ist so viel mehr als die Stereotype, die viele von uns noch immer in den Köpfen tragen. Es ist ein dynamischer, kreativer und vielfältiger Kontinent mit einer schnell wachsenden jungen Bevölkerung, die begierig ist auf Veränderung. Deshalb bin ich dankbar und begeistert, dass die Lindauer Tagungen junge Forscher aus Afrika eingeladen haben, einige der klügsten Köpfe des Kontinents. Ich bin sicher, dass sie nicht nur eine Menge lernen werden von den Nobelpreisträgern, sondern dass auch wir von ihrer Kreativität und Beharrlichkeit nur gewinnen können“, sagte Horst Köhler. Er hatte sich bereits während seiner Amtszeit als Bundespräsident für die Belange Afrikas eingesetzt und Schlüsselakzente gesetzt.

Köhler wird der Eröffnung der Lindauer Tagung am 28. Juni beiwohnen. Die Horst-Köhler-Fellows trifft er anlässlich eines gemeinsamen Frühstücks am darauffolgenden Montag, den 29. Juni. Hieran nimmt auch die französische Medizin-Nobelpreisträgerin und Entdeckerin des HI-Virus, Françoise Barré-Sinoussi teil. Sie engagiert sich maßgeblich für die Verbesserung der Forschungsbedingungen in Afrika.  

Von den insgesamt 35 afrikanischen Studierenden, die das mehrstufige Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen haben, stammen neun aus Südafrika, je vier aus Ägypten und Kamerun, drei aus Ghana und Mauritius, je zwei aus Botsuana, Nigeria und Simbabwe sowie je einer aus Äthiopien, Burkina Faso, Madagaskar, Ruanda, Sudan und Uganda.

An der Nominierung der afrikanischen Nachwuchswissenschaftler war auch das bestehende Netzwerk der akademischen Partner der Lindauer Tagungen beteiligt. So nominierten wie in den Vorjahren unter anderem der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), das Department of Science and Technology South Africa sowie The World Academy of Sciences (TWAS). Auch der Nobelpreisträger Peter Agre, der sich seit Jahren stark für die Malariaforschung einsetzt, schlug einen afrikanischen Wissenschaftler zur Teilnahme vor.

An der 65. Lindauer Nobelpreisträgertagung werden 65 Preisträger teilnehmen. Die interdisziplinär ausgerichtete Tagung findet vom 28. Juni bis 3. Juli statt und dient dem Austausch, der Vernetzung und der Inspiration. Seit 1951 sind die Nobelpreisträgertagungen alljährlich in Lindau am Bodensee beheimatet.


Tags:
nobelpreisträgertagung afrikaner studium international



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