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(Bildquelle: Pixabay: LoboStudioHamburg)
 
Allgäu
Freitag, 26. Juni 2020
Ein Bericht von Felix Fichtl

Wie gefährlich sind Soziale Medien für unsere Kinder?

Social Media spielt in unserem alltäglichen Leben eine immer größer werdende Rolle. Ein Tag ohne Whatsapp, Instagram und Co. können sich die meisten kaum noch vorstellen. Natürlich birgt der Umgang hiermit auch große Risiken, gerade für die jüngsten Nutzern, unseren Kindern.  Über diese Gefahren sprechen wir in einem Interview mit Stefan Müller, er ist der Hauptverantwortliche für die Gesundheitsförderung bei der AOK Bayern.

Radio AllgäuHIT: Was sind die größten Gefahren von Social Media?
Stefan Müller:
Also vorab muss man sagen, dass Social Media sehr sehr viele Vorteile hat. Gerade was die Vernetzung von Kindern angeht, was den Meinungsaustausch angeht, aber dass sich einfach im Social Media Bereich auch sehr viele Risiken bergen. Gewisse Risiken können zum Beispiel sein, dass hohe oder lange Bildschirmzeiten vor dem Internet einfach dazu führen, dass Kinder sich zurückziehen, dass aber natürlich auch Kinder im social Media Berich gewisse Gefahren ausgesetzt sind, die in Richtung Mobbing oder in Richtung Ausgrenzung gehen.

Radio AllgäuHIT: So wie das klingt steigt die Bildschirmzeit der Kinder oder?
Stefan Müller:
Richtig, die Gefahr birgt sich darin, dass Kinder am Bildschirm direkt selber nicht mehr abschätzen können. Entweder am Stück, so dass sie sagen: "Mensch, wie lang saß ich denn vor dem Computer, vor dem Handy oder auch vor dem Fernseher. Oder eben, dass die Menge am Tag unterm Strich sehr ausgeprägt wird, weil es dann eben sehr sehr viele Minuten, Stunden und am Ende dann halbe Tage werden können. Die Gefahr besteht darin, dass durch diese lange Zeit das Kind auch in der Konzentration eingeschränkt wird, nicht mehr mit Freunden zusammen spielt, oder eben auch zu gewissen Tag- und Nachtzeiten online geht, was natürlich dann auch sehr gefährlich für den Schlafrhythmus und für den gesunden Schlaf ist.

Radio AllgäuHIT: Was raten Sie Eltern?
Stefan Müller:
Am allerwichtigsten ist es, dass die Eltern vorab, bevor ein Smartphone, oder eben die Möglichkeit einen Social Media Zugang zu bekommen, mit dem Kind darüber sprechen und das sie gleich am Anfang mit diesem Kind diese neue Welt entdecken und eben auch gewisse Sachen aufzeigen, aber auch mit dem Kind gewisse Regeln besprechen, die sich dann auch in den Tagesablauf einprägen. Solche Regeln könnten zum Beispiel sein, dass man gewisse Bildschirmzeiten aktiviert, dass man gewisse Zeiten aktiviert, in der das Smartphone keine Rolle spielt und ganz wichtig, dass man natürlich eine gewisse Kindersicherung "installiert", die dem Kind sagt, was darf es tun, wie lange darf es es tun und in welcher Form darf es im Internet unterwegs sein.


Radio AllgäuHIT: Eltern kennen sich dann oftmals aber nicht mit Dingen wie Snapchat, TikTok und Co. nicht aus, was macht man da?
Stefan Müller:
Es gibt zwei Möglichkeiten. Diese Medienwelt entwickelt sich ja sehr schnell und da ist es natürlich möglich, dass Eltern sagen, sie sind mit TikTok oder Snapchat nicht aufgewachsen. Dahingehend raten wir immer sich im Freundeskreis zu erkundigen, wie das Freunde oder Bekannte tun, und oder sich auch mal eine Software runterzuladen um es sich selber mal anzuschauen, dass macht natürlich am meisten Sinn. Am Ende hilft natürlich auch ein Gespräch mit dem Kind, warum soll ihr Kind ihnen nicht mal die Welt erklären und sie können sich selbst ein Bild davon machen.

Radio AllgäuHIT: Wie unterstützt die AOK die Eltern bei diesem Thema?
Stefan Müller:
Wir haben hier die Initiative "Schau hin", bei der man online nachschauen kann, um was geht es denn da? Was macht für mein Kind Sinn? Es soll eben unterstützen, dass alle Beteiligten in diesem Netzwerk wissen, um was es geht, was kann man sich für Tipps und Tricks rausholen und wie kann ich das Zuhause so begleiten, dass das Kind Vor- und Nachteile vom Internet begreift und am Ende eben die Vorteile nutzt und die Risiken außenvor lässt. Was auf der Internetseite Schau Hin am interessantesten ist, sind gerade diese neun goldenen Regeln zum Internet, wo man mit dem Kind zusammen Regeln aufstellen kann und sich begleiten lassen kann, eben auch für Erwachsene, die nicht in dieser Welt aufgewachsen sind.


Tags:
sozialemedien Kinder Gefahren Aok


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