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Anton Klotz (Vorsitzender der Allgäu GmbH und Landrat des Landkreises Oberallgäu, ganz links) und Martin Sambale (eza!-Geschäftsführer, ganz rechts) mit den Sieger des Wettbewerbs Energiezukunft Allgäu beim Gruppenbild im Sudhaus der Brauerei Clemens Härle: Andreas Eggensberger (Biohotel Eggensberger), Gottfried Härle (Brauerei Clemens Härle KG), Jakob Zeller (Bio-Schaukäserei Wiggensbach) und Michael Hetzer (elobau GmbH).
(Bildquelle: Foto: eza!)
 
Allgäu
Freitag, 13. April 2018

Wettbewerb Energiezukunft Allgäu

Herausragende Beispiele für die Energiewende in Unternehmen

 Rund 40 Prozent der im Allgäu eingesetzten Endenergie fließen in den Sektor Unternehmen. Die Energiewende in den Unternehmen bestimmt daher maßgeblich die Erfolgsaussichten der Energiewende im Allgäu. Besonders gute Beispiele, wie Unternehmen diese Herausforderung gestalten können, stellen die Preisträger des Wettbewerbs Energiezukunft Allgäu dar, den die Allgäu GmbH und das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) ausgerufen hatten.

 

Gefragt waren Projekte, die von Unternehmen umgesetzt wurden, um Energie einzusparen, Energie effizienter einzusetzen oder erneuerbare Energien zu nutzen. Am Ende zählten die Bio-Schaukäserei Wiggensbach eG, das Biohotel Eggensberger und die Brauerei Clemens Härle KG, in deren Malztenne die Preisverleihung stattfand, zu den Gewinnern. Die elobau GmbH erhielt einen Sonderpreis.

 

In der Jury saßen unter anderem die Landräte, Oberbürgermeister und Klimaschutzmanager der Landkreise Lindau, Ober-, Ost- und Unterallgäu sowie der Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen, aber auch Vertreter der Hochschule Kempten, der IHK, der Handwerkskammer und der Allgäuer Energieversorger. „Alle Teilnehmer des Wettbewerbs und insbesondere die Preisträger zeigen, was auch in der Wirtschaft möglich ist, um dem Gesamtziel einer klimaverträglichen Energiewende näher zu kommen“, betonte, stellvertretend für die Jury, der Vorsitzende der Allgäu GmbH Landrat Anton Klotz aus dem Oberallgäu. Klotz wies zudem darauf hin, dass durch den effizienten Umgang mit Energie die Betriebskosten sinken würden und damit die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens steige.

 

Der erste Preis des Wettbewerbs ging an die Brauerei Clemens Härle in Leutkirch, die schon seit 2009 klimaneutral produziert. Der Wärmebedarf wird mit hauseigenen Hackschnitzelkessel gedeckt, für den Strom sorgen die PV-Anlagen auf dem Dach des Betriebsgebäudes. Mit dem Thema Klimaschutz und Energieeffizienz beschäftige man sich bei der Brauerei Clemens Härle bereits seit den 90er Jahren, berichtete Firmenchef Gottfried Härle. Großer Wert werde dabei auf Regionalität gelegt – was die Wahl der Rohstoffe beim Brauen angeht, aber auch hinsichtlich des Brennstoffs für die Hackschnitzelanlage. „Die Hackschnitzel kommen von den heimischen Waldbauern. Und die trinken wieder unser Bier – und damit schließt sich der Kreislauf. Die Ölscheichs in Saudi-Arabien trinken sicher kein Härle-Bier.“

 

Über den zweiten Preis durfte sich Andreas Eggensberger freuen. Sein Biohotel Eggensberger in Hopfen am See überzeugte Klotz und die anderen Jury-Mitglieder mit den Aktivitäten zur Mobilität und seinem Konzept Energiewende 2.0. So stammt der Strom zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen, 61 Prozent davon werden mittels PV-Anlage und Blockheizkraftwerk (BHKW) selbst produziert. Zudem stehen für die Gäste und Mitarbeiter mehrere Elektroautos zu Verfügung, die mit Ökostrom aus eigener Produktion geladen werden. „Der selbstproduzierte Strom kostet uns 18 Cent die Kilowattstunde“, erklärte Eggensberger. Das sei günstiger als den Strom einzukaufen. Und dank der Stromspeicher könne seinem Biohotel auch ein etwaiger Stromausfall nichts anhaben.

 

Der dritte Preis ging nach Wiggensbach: Als die Reiferaumkapazität für den selbstproduzierten Käse erweitert werden musste, entschieden sich die Verantwortlichen der Bio-Schaukäserei Wiggensbach eG beim Neubau für einen Lagerkeller aus Ziegel, der mit Erde überdeckt wird. Dadurch werden mit sehr geringem Energieaufwand gleichbleibende Raumtemperaturen von 10,5 bis 12 Grad Celsius und damit ideale Bedingungen für den Reifeprozess des Käses erzielt – egal ob draußen Minusgrade herrschen oder die Temperatur auf 30 Grad steigt. „Unser Stromverbrauch liegt bei circa 2000 Kilowattstanden im Monat“, so Vorstand Franz Berchtold. Verglichen mit anderen Käsereien gleicher Größe sei „das so gut wie nichts“.

 

Einen Sonderpreis erhielt die elobau GmbH aus Leutkirch, die seit 2010 die Treibhausemissionen der gesamten Geschäftstätigkeit bilanziert. Demnach entfällt der zweitgrößte Posten auf den Bereich „Pendeln der Mitarbeiter“. Das Zeiterfassungssystem wurde so umgestaltet, dass eine tagesgenaue Erfassung der Pendelkilometer und der damit einhergehenden CO2-Emissionen möglich wurde. Ziel ist es, die Mitarbeiter bei ihrem Mobilitätsverhalten zur Nutzung umweltfreundlicher Alternativen zu animieren. „Viele andere Unternehmen stehen auch vor Fragestellungen rund um das Thema Pendelverkehr“, hat elobau-Geschäftsführer Michael Hetzer festgestellt. „Wir möchten daher andere Firmen zu einem freundschaftlichen Wettbewerb einladen, mit dem Ziel, mehr Mitarbeiter zu einer nachhaltigen Mobilität zu bewegen.“ (PM)

 

Weitere Informationen zu dem Wettbewerb und zu den Preisträgern sind unter www.energiezukunft-allgaeu.de zu finden.


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energiewende wettbewerb auszeichnung allgäu



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