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Bosch im Allgäu
(Bildquelle: BOSCH)
 
Allgäu
Freitag, 10. Juni 2016

Mehr als ABS und ESP bei BOSCH im Allgäu

Die Produktpalette des Automobilzulieferers ist größer

Die bekanntesten Produkte von BOSCH Allgäu sind zweifellos ABS und ESP. Die über 3.300 Mitarbeiter entwickeln und fertigen hinter den Kullissen des Werkes noch wesentlich mehr!

Die Produktpalette wird bei BOSCH in Blaichach und Seifen generell in 2 Bereiche eingeteilt: Zum einen in Chassis-Systems und zum anderen in Gasoline-Systems.

Bei Gasoline fertigen wir vorallem Produkte für die Hochdruck-Einspritzpumpe. Aber auch Sensoren. Bei Chassis-Systems ist vorallem das ABS-ESP mit der größte Produktbereich. Zudem haben wir auch innovative Produkte, wie den so genannten I-Booster und die Multi-Perpes-Kamera.
(Rainer Gumpinger)

Das bekannteste Produkt, das ABS befindet sich mittlerweile in der neunten Version und die Version 10 ist bereits in der Entwicklung. Und seine Geschichte geht bereits in die 80er-Jahre zurück.

Das ist ein einfaches Anti-Blockiersystem, das heißt ja nichts anderes wie das die Reifen oder das Fahrzeug weiterhin steuerbar bleiben wenn ich eine Vollbremsung mache. Das ESP kam Mitte der 90er Jahre auf. Und zwar, ich denke vielen ist der Echttest noch ein Begriff mit der A-Klasse,  damals kam das ESP auf. Da hatte das auch der Kunde schon von uns im Einsatz, in der höheren Klasse, also in der S-Klasse. Und das ESP hat halt die Möglichkeit, dass die Reifen einzeln abgebremst werden. Das heißt, es gibt mehrere Zustände bei einem Fahrzeug, wo ein Fahrzeug über-  oder untersteuern kann. Zum Beispiel: Sie haben einen Heck-Antriebler, der würde gegebenenfalls untersteuern und was das ESP macht, das erkennt quasi den Fahrwunsch vom Fahrer und den Fahrzustand. Das heißt, das ESP kann anhand von verschiedenen Sensoren sagen, "dahin möchte ich gerne fahren", und weiß aber auch genau "okay dahin fahre ich". Je nachdem regelt das ESP dieses nach. Insbesondere in Grenzsituationen. Ich habe vorhin gerade gesagt, Sie haben einen Heck-Antriebler und würden da sehr schnell oder sehr schwungvoll in die Kurve reinfahren, beschleunigen. Damit würden Sie gegebenenfalls untersteuern und das ESP würde dann zum Beispiel einen der beiden hinteren Räder abbremsen. Damit würden Sie auf der Fahrbahn bleiben.
(Rainer Gumpinger)

Aber nicht nur ABS uns ESP werden bei BOSCH in Blaichach und Seifen gefertigt, auch viele neue Innovationen hat das Allgäuer Werk zu bieten.

Ich sag mal, da ist bei uns vorallem die Multi-Perpes-Kamera zu nennen. Diese hat sehr viele Vorteile: sie erkennt Dinge auf die ich zum Beispiel eine Notbremsung einleiten kann, aber auch so einfache Sachen wie wenn Sie im Stau stehen, dass Sie eine Start-Stop-Funktion haben, wo das Fahrzeug autonom weiterfährt und auch eine Spurassistenz-Kamera reinintegrieren und wie gesagt das ist eine Vorstufe zum autonomen Fahren. Ich habe vorhin noch den I-Booster genannt, der I-Booster wird benötigt, wenn Sie ein Hybrid-Fahrzeug oder ein Elektro-Fahrzeug haben, als Bremskraft-Verstärker. Normalerweise funktioniert ein heutiger Bremskraftverstärker über Unterdruck, welcher über den Verbrennungsmotor gespeist wird. Und dieser I-Booster funktioniert Elektro-Mechanisch, das heißt auch bei Hybrid-Fahrzeugen oder bei Elektro-Fahrzeugen haben Sie diese Verstärkung und nicht wie in den 80er Jahren, wo teilweise noch rein mit Körperkraft gebremst werden musste und es keine Verstärkungen gegeben hat.
(Rainer Gumpinger)

Neben dieser Produktpalette und den beiden Arbeitsbereichen arbeitet die Firma Bosch im Allgäu mit den strategischen Feldern "EXZELLENZ – INNOVATION und ZUKUNFT". EXZELLENZ bedeutet hier im Speziellen:

Dort verbirgt sich bei uns auch exzellente Qualität, das heißt konkret, wir verfolgen eine Null-Fehler-Strategie, damit der Kunde und damit auch der Endkunde Fahrzeuge bekommen, die einfach  keine Probleme haben mit der Technik. Und wenn Sie heutzutage sehr viele Fehler produzieren, dann können Sie auch zu noch so günstigen Kosten produzieren, Sie werden diese Produkte nicht verkaufen können. Da ist der Spagat natürlich drin, also wir versuchen natürlich die Produkte kostengünstig zu produzieren, weil wir auch in einem Wettbewerb sind, der international ist im Raum der Globalisierung. Da müssen wir uns natürlich behaupten. Als Beispiel in Blaichach wird bei BOSCH das kostengünstige ABSEP gefertigt. Das ist natürlich ein Riesenvorteil, dass wir auch an einem Hochkosten-Standort wettbewerbsfähig sind und damit auch Arbeitsplätze sichern.
(Rainer Gumpinger)

INNOVATION steht dabei für die innovativen Ideen und Entwicklungen und die Zukunft wird vor allem in die Elektromobilität gehen.

Ich denke wir sind am Standort hier sehr gut gerüstet, auch mit den Produkten die ich vorhin genannt habe, diese werden wir weiter vorantreiben. Es gibt auch andere Produkte, die wir schon in der 'Pipeline' sage ich mal, haben um dort auch weiterhin die Beschäftigung zu sichern und auch weiterhin erfolgreich zu sein.
(Rainer Gumpinger)

… und dann war da noch der Begriff "Industrie 4.0", die auch die vierte industrielle Revolution genannt wird. Der Begriff soll die Verzahnung der industriellen Produktion „mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik“ bezeichnen. Und auch hier wird bei der Firma BOSCH einiges getan.

Das wird bei uns am Standort sehr stark vorangetrieben, dort gab es auch vor Kurzem erst einen Good-Practice-Day, wo internationale Partner bei uns am Standort waren und sich das angesehen haben. Wir haben in Seifen eine Pilothalle, wo das auf höchstem Niveau realisiert wird. Die Vorteile, die man sich aus Industrie 4.0 erwartet, wo man auch schon sehen kann, ist einfach dass viele Daten verarbeitet werden, die Mitarbeiter sofort Informationen erhalten. Wie ist der Zustand der Maschine, sie haben zum Beispiel ein Tablet in der Hand, wo dann genau das Tablet vorschlägt, was muss ich als Nächstes tun, damit die Maschine wieder läuft? Dort wird es mehr und mehr Innovationssprünge geben. Und ich denke die Industrie 4.0 wird einfach benötigt um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein. Weil die Anlagen auf sehr hohem Verfügbarkeitsniveau gehalten werden müssen, um einfach die Maschinen auszulasten und auch um die Qualität zu sichern. Weil wenn Sie merken, eine Maschine läuft schlecht oder läuft außerhalb vom Rahmen, dann kann man einfach durch verschiedene Sensoren oder Nässtechnik dort auch feststellen, läuft mein Parameter weg oder ähnliches, man kann schon gegenhalten. Boschweit ist Blaichach da auch mit führend und ist aber auch, was ich vorhin genannt habe, dieser Good-Practice-Day wirklich hochkarätige Partner zu uns an den Standort und haben sich das angesehen, wie wird das in Blaichach so gemacht.
(Rainer Gumpinger)

Modernste Technik spielt bei der Firma BOSCH somit auch eine große Rolle. Was aber auch wichtig ist: "Der Nachwuchs"! Ohne Profis aus dem eigenen Lager wird es schwer, die hohe Qualität aufrecht zu erhalten. Wie es bei der Ausbildung genau abläuft, das erfahren Sie morgen hier bei Radio AllgäuHIT


Der Radio-Programmbeitrag zum Nachhören:



Tags:
produkte bosch allgäu ABS ESP



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