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(Bildquelle: (c) Die Grünen/Allgäu)
 
Allgäu
Dienstag, 6. Februar 2018

Lichtmesstreffen der Allgäuer Grünen

Mit dem Allgäuer Sprichwort: „Berg und Tal kommen nicht zusammen, aber die Leut`“, eröffnete der regionale Landtagsabgeordnete Thomas Gehring das Allgäuer Lichtmesstreffen der Grünen. Damit das „Zusammenkommen“ in Zukunft noch einfacher werde ohne Schaden für die Umwelt, brauche es gute Strategien und politische Konzepte.

Markus Ganserer, Sprecher der Grünen Landtagsfraktion für Mobilität, machte die Notwendigkeit einer Gesamtschau auf die Mobilität in Bayern deutlich. „Wir müssen viel stärker die Bedürfnisse von Fußgänger, Radfahrer, Bahn- und Busfahrer und viele anderer Verkehrsteilnehmern bei den Planungen für die Mobilitätstrategien berücksichtigen und das Zusammenspiel sowie die Schnittstellen der verschiedenen Angebote in den Blick nehmen.

„Mobil sein zu können ist ein Grundbedürfnis, eine Voraussetzung für Teilhabe aller Menschen und ein Grundpfeiler unserer Wirtschaft. Doch unsere Art mit dem Auto von A nach B zu kommen, führt zu einem gewaltigen Landschaftsverbrauch, hoher Abgasbelastung und damit auch zu einem hohen Risiko für die Gesundheit.“ 

Die mitgebrachten positiven Beispiele der vier Referenten des Abends machten deutlich, dass es oft nur an dem Mut zur Veränderung und den festgefahrenen Strukturen scheitert, um neue Konzepte umsetzen zu können. Markus Reichart, Bürgermeister von Heimenkirchen berichtete von den Leuchturmprojekte in seiner Heimatgemeinde, den Wartehäuschen für Mitfahrer, oder auch von den Premiumparkplätzen. Das sei als humorvoller Denkanstoß gedacht. Denn auf diesen besonderen Parkplätzen dürfe nur parken, wer mindestens zu zweit im Auto sitze. „Aber es ist durchaus effektiv und wird auch angenommen“, so Markus Reichart.

Denn da waren sich alle Referenten, Helmut Scharpf, Gemeinderat in Ottobeuren, Ulli Leiner, Landtagsabgeordneter und Erna-Kathrein Groll, Stadträtin aus Kempten, mit dem Heimenkircher Bürgermeister einig, „die Bereitschaft der Bürger zur Veränderung in der Mobilität und weg vom Auto-Individualverkehr beginnt im positiven Erleben, dass es eben auch anders funktionieren kann.“

Thomas Gehring betonte: „Wir brauchen eine Mobilitätsgarantie in Bayern. Das bedeutet, dass in allen Orten des Freistaates künftig stündlich zwischen fünf und 24 Uhr ein öffentliches Verkehrsmittel erreichbar sein soll.“

Ulli Leiner ergänzte dazu: „Die Regionalbahn Allgäu, für die sich die Grünen seit bald 25 Jahren einsetzen, ist ein Beispiel dafür, dass Vision, Konzeption, Umsetzungsmöglichkeit und letztlich Wirtschaftlichkeit sich gut ergänzen können. Jetzt fehlt nur noch der Mut, es in Angriff zu nehmen.“ (PM)

 

 


Tags:
diegrünen mobilität umwelt allgäu


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