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(Bildquelle: Feneberg Lebensmittel GmbH)
 
Allgäu - Kempten
Dienstag, 2. Juni 2015

Einheimische Großbäckerei setzt auf das alte Handwerk

Regionale Herkunft von Zutaten für Kunden immer wichtiger

Mit dem Konzept "NaPur“ stellt die allgäuer Feneberg Bäckerei das alte Backhandwerk wieder mehr in den Mittelpunkt. Die Grundidee dahinter ist schnell erklärt, es geht um das Backen auf herkömmliche Weise, so wie es noch vor ein paar Jahren üblich war, eben ganz ohne künstliche Zusatzstoffe. Dazu werden nur Zutaten verwendet, die direkt aus der Region kommen, getreu dem Leitsatz: aus der Heimat – für die Heimat.

Ins Leben gerufen wurde "Na,Pur – Wir backen Klartext“! vor gut vier Jahren, erklärt Karl Werner Sterk, der Betriebsleiter der Feneberg Bäckerei:

"NA,PUR heisst eigentlich, dass alles, was wir hier in unserer Bäckerei produzieren, mit Rohstoffen und Hilfsstoffen hergestellt wird, die so in der Natur wachsen. Da sind keine Emulgatoren, keine Stabilisatoren und keine anderen Mittel, die die Arbeit erleichtern könnten, wenn man sie verwenden wollte."

Somit setzen die Bäcker eben auf die gelernte Tätigkeit und vor allem auf die Kunst des Backens, sagt Sterk. Schliesslich sind auch die Verbraucher in der heutigen Zeit viel aufmerksamer, was die Herkunft ihrer Lebensmittel betrifft. Das zeigen auch die bisherigen Resonanzen:

"Also die Resonanzen haben sicher dafür gesorgt, dass es dringend notwendig war, dass hinter dem Projekt NA,PUR ein Unternehmer stand, der davon überzeugt war und ist weil die sich veränderten Qualitäten vom Verbraucher auch eine gewisse Umgewöhnung abgefordet haben und wir durchaus auch durch ein Tal der Tränen gegangen sind. Nach einem guten Jahr hat sich das wieder einigermaßen gefangen und heute würde ich sagen, NA,PUR fängt an, auf einem fruchtbaren Boden zu wachsen."

Rund 150 Mitarbeiter sind in dem Backzentrum in Durach beschäftigt, darunter neun Bäcker- und zwei Konditormeister. Jeden Tag werden hier rund 14 Tonnen Backwaren zubereitet, darunter Brot, Kleingebäck bis hin zu Kuchen und Süßgebäck. Für die Backwaren werden ausschliesslich natürliche Zutaten wie Mehl, Wasser, Hefe, Sauerteig, Salz und Gewürze verwendet.

"Wenn Sie die Entwicklung heute betrachten, das was wir hier tun, das macht ja die großen Backmittelhersteller nervös. Da wird heute versucht, dass man die Geschichten, die man nicht mehr in Form von irgendeinem Pülverchen zusetzen will, dass man die heute auf einem anderen Weg, mit isolierten oder synthetischen Enzymen versucht, in die Backwaren reinzubringen damit man die erforderliche Stabilität bekommt."

Werden keine Stabilisatoren verwendet, kommt es eben auf das Können des alten Handwerkes an, sagt Karl Werner Sterk, einige der Bäcker mussten viele Kenntnisse auch wieder neu erlernen. So hat sich "Na,pur“ mittlerweile zu einem festen Begriff entwickelt, allerdings steckt hinter der Bedeutung nicht nur ein Wort:

"NA,PUR bedeutet für mich eine unheimliche Verpflichtung, nicht nur NA,PUR zu verkaufen, sondern es auch zu denken und in allen Bereichen weiterzuentwickeln und auch darauf zu achten, dass alle, die dabei mitspielen auch richtig mitspielen."

Für die Zukunft ist klar, der eingeschlagene Weg muss weiter verfolgt werden, so Sterk. Zu schwer ist es in der heutigen Zeit, den Wettbewerb über die Preisschiene zu gewinnen. Es gehe eben nur mit Konzepten, denen große Discounter nicht folgen können, “Na,pur“ ist eines davon.

Mehr Informationen zu Na,Pur finden Sie hier:

www.feneberg.de/marken/feneberg-baeckerei/


Der Radio-Programmbeitrag zum Nachhören:



Tags:
Allgäu Natur Ökologie Zusatzstoffe



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