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Informationsmaterial in einer Arbeitsagentur
(Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)
 
Allgäu - Kempten
Dienstag, 2. Juni 2015

Allgäuer Arbeitslosenquote verbessert sich auf 3,0 Prozent

Im Mai hat sich der Arbeitsmarkt im Allgäu weiter positiv entwickelt. Erneut waren weniger Menschen arbeitslos, die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb weiter hoch. Aktuell sank die Arbeitslosenquote auf 3,0 Prozent. Sie lag damit um 0,2 Prozentpunkte günstiger als im April, die Vorjahresmarke wurde ebenfalls unterboten, konkret um 0,1 Prozentpunkte. Insgesamt waren 10.964 Frauen und Männer bei den Vermittlern der Agentur für Arbeit und in den sieben Jobcentern arbeitslos gemeldet, gut 570 weniger als im April. Stark entwickelte sich der Stellenmarkt. Arbeitgeber boten annähernd 5.100 Beschäftigungsmöglichkeiten zur Besetzung an, kaum weniger als im Monat zuvor.

„Die gute Entwicklung des Arbeitsmarktes setzte sich auch im Mai fort. Neben jahreszeitlichen Gründen hat auch der anhaltend hohe Bedarf an Arbeitskräften quer durch viele Branchen im Allgäu für weitere Beschäftigung gesorgt“, sagt Peter Litzka, Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Berufliche Qualifizierung wird immer wichtiger, denn in vielen Fällen suchen Betriebe Fachkräfte mit aktuellen Kenntnissen. Dem tragen wir durch permanente Weiterbildungsangebote Rechnung.“

Arbeitslose Menschen und berufliche Qualifizierung
Auf Seiten der arbeitslosen Menschen gab es auch im Mai wieder rege Aktivitäten. Insgesamt 1.730 Kräfte nahmen eine neue Beschäftigung auf und konnten dadurch ihre Arbeitslosigkeit wieder beenden. Wie bereits im Monat zuvor nahm eine ganze Reihe von Männern eine Arbeit im Hoch- und Tiefbau auf, ebenso als Maler oder Zimmerer. Bau- und Transportgeräteführer wurden vom bisherigen Betrieb zurückgerufen, ebenso Garten- und Landschaftsbauer. In der Hotellerie und Gastronomie erhielten Köche und Servicepersonal einen neuen Arbeitsplatz. Im zu Ende gegangenen Monat meldeten sich 1.459 Frauen und Männer neu bei den Vermittlern, die zuletzt eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hatten.

Damit die Zeit der Arbeitslosigkeit möglichst kurz bleibt, ist ein frühzeitiges Gespräch mit dem Arbeitsvermittler wichtig. Neben weiteren Kräften wechselten eine Arzthelferin, ein Baumaschinenführer, ein Küchenchef und eine Industriekauffrau zu einem neuen Arbeitgeber ohne dass sie überhaupt arbeitslos wurden.

Berufliche Qualifizierung bringt weiter - das zeigte sich in den letzten Wochen immer wieder. Ein Beispiel: Nach einem erfolgreichen Besuch eines Kurses zur Betreuungskraft konnten mehrere Teilnehmer eine neue Tätigkeit in verschiedenen Seniorenheimen aufnehmen.

Arbeitskräfte weiter gefragt
Im Mai äußerten Arbeitgeber einen anhaltenden Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften. Betriebe meldeten dem Arbeitgeberservice 1.471 Stellen neu zur Besetzung, knapp fünf Prozent weniger als im Monat zuvor. Dennoch kann sich diese Zahl sehen lassen, denn sie übersteigt den Wert aus dem Mai des vergangenen Jahres um 120 Beschäftigungsangebote. Hohen Bedarf hatte der Bereich Metall sowie Maschinenbau mit 270 zusätzlichen Stellenofferten. Im Tourismus waren ebenfalls neue Kräfte gesucht. Das zeigen 160 neue Arbeitsplätze für Köche, Küchenhilfen und Personal im Service. Der Logistiksektor suchte 130 weitere Mitarbeiter für die Bereiche Lagerwirtschaft und Transport.  Die Energie- und Elektrotechnik steuerte mehr als 80 Jobangebote bei. Gut vertreten waren Personaldienstleister. Für Tätigkeiten in unterschiedlichen Branchen waren Beschäftigungsmöglichkeiten verfügbar.

Regionale Entwicklungen im Jahresvergleich
Der Jahresvergleich zeigt, dass sich der Arbeitsmarkt in den meisten Regionen im Ergebnis lediglich geringfügig verändert hat. Verbessert zeigte sich der Arbeitsmarkt in den Landkreisen Lindau und Oberallgäu sowie in der Stadt Kempten.

Die Arbeitslosenquote ging hier um 0,1 bis 0,3 Prozentpunkte zurück. Stabilität bewies die Stadt Memmingen mit einer Quote von erneut 3,7 Prozent. Eine leichte Zunahme ergab sich in Kaufbeuren sowie im Ost- und im Unterallgäu. Trotz des leichten Zuwachses erzielte das Unterallgäu auch im Mai mit einer Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent das beste Ergebnis im Agenturbezirk.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der sozialen Grundsicherung
Seit Einführung der sozialen Grundsicherung werden arbeitslose Menschen von der Arbeitsagentur und in den Jobcentern betreut. Das verbesserte Gesamtergebnis setzte sich in beiden Bereichen fort. Sowohl in der Agentur für Arbeit wie auch in den Jobcentern waren weniger Menschen ohne Beschäftigung als im Monat zuvor. Die Arbeitsagentur betreute im Mai 6.275 Kräfte, gut 400 weniger als im Vormonat. In der sozialen Grundsicherung waren die sieben Jobcenter für 4.689 arbeitslose Frauen und Männer zuständig. Im Vergleich zum April bedeutete das einen Rückgang um 165 Personen.

Ausbildungsmarkt - jugendliche Bewerber bleiben gefragt
Junge Menschen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind,
haben weiter gute Chancen, denn deutlich mehr Ausbildungsplätze als Bewerber waren bei den Beratern gemeldet. Arbeitgeber gaben seit Beginn des Beratungsjahres knapp 5.300 Lehrstellen herein, erneut mehr als im Jahr zuvor. Zuwachs auch bei jugendlichen Ausbildungsbewerbern: Über 4.000 junge Menschen sprachen bei den Berufsberatern als Interessenten für einen Ausbildungsplatz vor, gut 40 mehr als bis zum Mai des vergangenen Jahres.

Es handelt sich auch im Mai um einen Zwischenstand, der sich in den nächsten Wochen bis zum Ausbildungsbeginn im September weiter verändert. Und dennoch zeichnet sich bereits jetzt ab, dass nicht jeder gemeldete Ausbildungsplatz am 1. September besetzt sein wird. Derzeit sind noch 2.244 Ausbildungsplätze nicht vergeben. Gleichzeitig hatten im Mai 1.631 junge Menschen keine ihren Wünschen entsprechende Ausbildungsstelle gefunden.

 


Der Radio-Programmbeitrag zum Nachhören:



Tags:
allgäu arbeitsmarkt wirtschaft stellenmarkt


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