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Kinderbetreuerin in Kita
(Bildquelle: Michael Meyer)
 
Allgäu
Donnerstag, 19. November 2015

Johanniter lehnen Landesbetreuungsgeld ab

Geld soll in Ausbau von Kinderbetreuung investiert werden

Die Johanniter in Bayern lehnen den aktuell diskutierten Entwurf eines bayerischen Landesbetreuungsgeldes ab, wonach Eltern, die ihre Kleinkinder unter drei Jahren ausschließlich selbst betreuen und keinen Platz in einer Kindereinrichtung beanspruchen, monatlich 150 Euro erhalten sollen. Als Träger von 85 Kindereinrichtungen mit rund 3 600 Betreuungsplätzen allein in Bayern plädieren die Johanniter dafür, den Gesetzentwurf fallen zu lassen und stattdessen in den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung zu investieren.

„Grundsätzlich begrüßen wir die finanzielle Förderung von Familien mit Kleinkindern. Diejenigen aber auszuschließen, die einen Platz in der Kindereinrichtung nutzen, läuft nicht nur dem Grundsatz der Gleichbehandlung entgegen, sondern erschwert die von vielen angestrebte und notwendige Vereinbarkeit von Familienarbeit und Berufstätigkeit. Auch Eltern, die sich für die außerhäusige Kinderbetreuung entschieden haben, erbringen eine bedeutende Erziehungsleistung“, so Jürgen Wanat, Mitglied des Landesvorstandes der Johanniter in Bayern. „Die für das Landesbetreuungsgeld veranschlagten 230 Millionen Euro sollten besser in den qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung investiert werden. Insbesondere die Ganztagesbetreuung an Schulen und ein höherer Personalschlüssel für die Förderung von Krippenkindern sind jetzt dringend erforderlich“, so Wanat. „Diese Position vertreten wir auch bei der Verbandsanhörung im Zuge der Beratungen des Gesetzentwurfes.“ Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation halten es die Johanniter zudem für unabdingbar, auch Kinder aus Flüchtlingsfamilien frühzeitig in Einrichtungen zu betreuen und damit die langfristige Integration in die Gesellschaft zu fördern. „Die qualitativ hochwertige und fachgerechte Betreuung und Förderung in Kindereinrichtungen kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten“, betont Markus Adler, Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter im Allgäu und für die vier Kindertagesstätten der Johanniter verantwortlich. „Für diese wichtige Aufgabe brauchen die Einrichtungen aber eine bessere personelle Ausstattung. Der bisherige Schlüssel von normalerweise zwei Kräften für zwölf Krippenkinder reicht dafür nicht aus.“ Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist ein Werk des evangelischen Johanniterordens, dessen wichtigstes Anliegen seit Jahrhunderten die Hilfe von Mensch zu Mensch ist. Mit rund 15 000 Beschäftigten, 30 000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und mehr als 1,4 Millionen Fördermitgliedern ist die Johanniter-Unfall-Hilfe eine der größten deutschen Hilfsorganisationen. Zu ihren Aufgaben zählen seit ihrer Gründung neben dem Rettungs- und Sanitätsdienst auch Bevölkerungsschutz und Erste-Hilfe-Ausbildung. Hinzu kommen soziale Dienste für Kinder und Jugendliche sowie die Betreuung und Pflege von älteren und kranken Menschen. Die Johanniter engagieren sich ebenso in der humanitären Hilfe im Ausland.


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landesbetreuungsgeld johanniter kinderbetreuung allgäu



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