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Treffen mit dem Wirtschaftsminister Aiwanger
(Bildquelle: IHK Schwaben)
 
Allgäu
Donnerstag, 5. Dezember 2019

IHK & HWK: Innovationsregion Schwaben

Die Spitzen der schwäbischen Wirtschaftskammern, IHK und HWK, haben sich mit dem Bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger auf zahlreiche Modellprojekte für Schwaben verständigt. Beim jährlichen Treffen sprachen sich die Wirtschaftsvertreter in Zeiten von abkühlender Konjunktur, Fachkräftemangel und hohen Energiekosten für Verbesserungen in mehreren Bereichen aus.

„Aufbauend auf der Hightech-Agenda der Staatsregierung, die die richtigen Schwerpunkte setzt, sollten wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessern. Wichtig für uns als Schwaben ist es, an den geförderten Projekten entsprechend unserer Stärken zu partizipieren“, erklärt IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton. HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner ergänzt: „Schwaben ist ein starker produktionsorientierter Standort. Nur mit einer Innovationsoffensive, die Industrie und Handwerk umfasst, können wir unsere Spitzenposition auch halten.“

Bei der Energie- und Klimapolitik fordert die Wirtschaft weitere Unterstützung. „Die Eigenstromversorgung sollten wir von bürokratischen Fesseln befreien, damit die Energiewende auch in den Unternehmen reibungslos funktioniert“, so Dr. Kopton. Er überreichte dem Minister ein Papier mit zahlreichen Verbesserungsmöglichkeiten. Diese Forderungen passen zum dezentralen Ansatz der Energieversorgung von Wirtschaftsminister Aiwanger. „Die Zeiten einer zentralen Energieproduktion sind vorbei. Davon können die Unternehmen ganz konkret profitieren. Beispielsweise können sie mit Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen selbstständig Strom und Energie erzeugen. Das ist eine hocheffiziente und klimafreundliche Technologie, die wir noch mehr als bisher zur Anwendung bringen wollen“, so Aiwanger. „Ein wesentlicher Schlüssel, um die hochgesteckten Klimaziele zu erreichen, ist die energetische Gebäudesanierung. Bundesrat und Bundestag müssen sich daher schnellstmöglich auf die steuerliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen einigen, fordert Wagner. „Gewerbebauten müssen deshalb in Zukunft unbedingt ebenfalls von der Förderung profitieren können“, ergänzt Wirtschaftsminister Aiwanger.

Im Bereich der Forschung steht die deutsche Wirtschaft in Konkurrenz mit anderen Regionen auf der Welt. Daher erfordert es hier auch gemeinsame Anstrengungen, damit hiesige Unternehmen Innovationsvorreiter bleiben. „Deutschland muss in der Antriebstechnologie bei Kraftfahrzeugen führend bleiben. Deshalb ist Technologie-offenheit die wichtigste Maxime. Davon profitiert nicht nur unser starker Automobil-sektor, sondern viele weitere Branchen“, erklärt Dr. Kopton. Wagner betont, „dass Wissenschaft und Handwerk gut voneinander lernen und profitieren können. Mit unserem Forschungsprojekt „Handwerk Digital“, das vom Wirtschaftsministerium mitfinanziert wird, konnten wir erfolgreich zeigen, dass die Ergebnisse direkt in den betrieblichen Alltag unserer Betriebe einfließen und dort gewinnbringend umgesetzt werden.“ Davon ist auch der Wirtschaftsminister überzeugt: „Handwerk und Mittelstand haben beste Voraussetzungen für die Zukunft. Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass die Betriebe die vielen Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, wie beispielsweise Produktionsprozesse und Abläufe effizienter zu machen und neue Geschäftsmodelle zu erschließen“, so Aiwanger.

Fachkräfteengpässe und der demografische Wandel erfordern eine starke Fokussierung auf die berufliche Bildung. Die Wirtschaft braucht Nachwuchskräfte, vor allem aus dem technischen Bereich. Die beiden Wirtschaftskammern halten daher das Modell des dualen Ausbildungssystems hoch und zeigen mit Kampagnen und Veranstaltungen die Attraktivität der beruflichen Bildung. „Wir können Jugendliche nur dann für eine duale Ausbildung gewinnen, wenn wir auch in den Berufsschulen und Bildungsstätten des Handwerks eine hochmoderne Ausstattung, vor allem im Bereich der Digitalisierung, vorhalten. Dafür muss das Land Bayern ausreichend finanzielle Mittel bereitstellen, sagt Wagner.

„Wir brauchen zusätzlich auch akademisch gebildete Fachkräfte. Mit dem gemeinsamen Konzept der Wirtschaft und der Hochschule Augsburg stärken wir unseren Wirtschaftstandort mit sechs neuen Studiengängen - im Bereich Künstlicher Intelligenz schaffen wir auf diese Weise einen wichtigen Akzent. Bei der Umsetzung des Konzepts setzen wir auf die Hightech-Initiative der Bayerische Staatsregierung“, erklärt Dr. Kopton.


Tags:
IHK HWK Innovationsregion Wirtschaft


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