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Sendung: Der AllgäuHIT-MIX
 
 
WELTGESCHEHEN
Papst Benedikt XVI. räumt Falschaussage bei Missbrauchsgutachten ein
München (dpa) - Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat eingeräumt, bei seiner Stellungnahme für das Missbrauchsgutachten des Erzbistums München und Freising eine falsche Aussage gemacht zu haben. Er habe demnach anders als zunächst behauptet doch im Jahr 1980 als Erzbischof von München und Freising an einer Sitzung teilgenommen, bei der über einen Priester gesprochen wurde, der mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern auffällig geworden war. Das teilte Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein am Montag in einer Presseerklärung mit, die das Portal «Vatican News» und die Tagespost Stiftung veröffentlichten. Jener Priester wurde später in Bayern wieder als Seelsorger eingesetzt.
 
Foto der Fotofalle im Oberallgäu im Sommer
(Bildquelle: Landesamt für Umwelt | Landratsamt Oberallgäu)
 
Allgäu
Donnerstag, 5. Dezember 2019

Europaparlament über das Wolfsmanagement

Die europäische Wolfspopulation war heute Thema einer öffentlichen Anhörung im Europaparlament. Die Anhörung sollte zu einem besseren Verständnis des derzeitigen Wolfvorkommens in der EU führen, um daraus mögliche Änderungen für das künftige Wolfsmanagement abzuleiten.

Müller: Wolfsfreie Zonen und geregeltes Entnahmemanagement

Ulrike Müller fordert anlässlich dieser Neubewertung eine konkrete Folgenabschätzung bezüglich der Artenvielfalt: “Gerade wenn Weidehaltung aufgrund von Wolfsangriffen in besonders schützenswerten Gebieten aufgegeben wird, müssen wir die Biodiversität im Blick behalten!"

Müller verweist darauf, dass die bestehende Kulturlandschaft nur durch die Beweidung mit Schafen, Ziegen und Rindern so schön ist: "Fällt eine solche Beweidung weg, verbuschen diese Areale und es gehen auch die kräuterreichen Wiesen zurück. Deshalb will ich wolfsfreie Zonen im Alpenraum erreichen. Dafür brauchen wir ein klar geregeltes Entnahmemanangement.”

Interessensausgleich zwischen Tier und Mensch

Der Wolf ist nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union sowie nach dem deutschen Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Müller warnt davor, ihn deshalb als harmlos zu unterschätzen.

Der Schutzstatus des Wolfes müsse mit den Interessen und dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen vor Ort ausgeglichen werden: “Wir sehen ja, wie rasant sich die Population entwickelt. Der Wolf breitet sich beileibe nicht nur auf aufgegebene Agrarflächen aus, und er ist alles andere als harmlos. Wenn hier nicht gegengesteuert wird, brauchen wir bald eine Verordnung mit Schutzstatus für Bergbauern!”

Wolf breitet sich in Deutschland schnell aus

Aktuell gibt es 105 Wolfsrudel in Deutschland. Darüber hinaus sind 25 Wolfspaare sowie 13 sesshafte Einzelwölfe für das Monitoringjahr 2018/19 bestätigt. Das bedeutet eine erhebliche Populationszunahme im Vergleich zum Zeitraum 2017/18, als 77 Rudel, 40 Paare und 3 Einzelwölfe nachgewiesen wurden.

Das Wolfvorkommen konzentriert sich Gebiete von Ostsachsen bis an die Nordsee. Die meisten Wolfsrudel leben in Brandenburg (41), gefolgt von Sachsen (22) und Niedersachsen (21). Erstmals seit ihrer Ausrottung wurden zudem Tiere in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein bestätigt. Weitere Vorkommen gab es in Thüringen und Bayern. (Amtlich bestätigte Zahlen der Bundesländer, Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW), Stand vom 2.12.2019)

Gemeinsames Hearing von Umwelt-, Petitions- und Agrarausschuss

Die Anhörung im Europaparlament wurde gemeinschaftlich vom Umwelt- und dem Petitionsausschuss einberufen. Der Agrarausschuss steuerte zusätzlich Expertenwissen bei. Ulrike Müller ist in allen drei Ausschüssen Voll- oder stellvertretendes Mitglied. Themenschwerpunkte des Hearings waren die Analyse des Wolfvorkommens in der EU, legale Rahmenbedingungen und internationale Verpflichtungen sowie die Auswirkung der Wölfe auf die Umwelt und ländliche Gemeindschaften.


Tags:
Wolf Management Alpen Allgäu


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