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O’zapft is heißt es ab Samstag in München auf dem Oktoberfest
(Bildquelle: Jürgen Fälchle - Fotolia.com)
 
Allgäu
Freitag, 21. September 2018
Die besten Styles für das Oktoberfest
Es muss nicht immer Tracht sein!

Ab diesem Wochenende heißt es wieder „O’zapft is“. Die Oktoberfest-Saison steht vor der Tür und dabei handelt es sich längst nicht mehr nur um die berühmte Wiesn in München. Stattdessen wird es auch im Allgäu dieses Jahr wieder viele der kleineren sowie größeren Feste geben. Sei es in Lindau, in Kempten oder in Weiler: Die Allgäuer Oktoberfeste stehen dem großen Original in nichts nach. Das gilt natürlich auch für den Dresscode.

Natürlich kann auf der Wiesn prinzipiell jeder tragen, was ihm beliebt. Der Klassiker ist und bleibt aber die Tracht. Lederhosen und Dirndl liegen seit einigen Jahren voll im Trend – auch auf den Allgäuer Oktoberfesten. Wer also traditionell gekleidet erscheinen möchte, muss etwas tiefer in den Geldbeutel greifen. Qualitativ hochwertige Dirndl und Lederhosen sind zwar alles andere als günstig, dafür halten sie mit der richtigen Pflege aber auch viele Jahrzehnte durch und sind daher die optimalen Begleiter für zahlreiche Oktober- und andere Feste.

Das „richtige“ Dirndl für die Frau
Beim Kauf eines Dirndls muss sich die Trägerin mit einigen Grundregeln auskennen. Wer sich für die Tracht entscheidet, sollte von Kopf bis Fuß traditionell gekleidet sein. Ansonsten entsteht ein wirrer Stilmix, welcher eher ungewollte Aufmerksamkeit auf sich zieht als positive. Das „richtige“ Dirndl ist demnach mindestens knielang. Im Durchschnitt liegt seine Länge bei etwa 60 Zentimetern.

Zwar gibt es mittlerweile auch modische „Mini-Dirndl“, allerdings sollte sich die Käuferin dann bewusst sein, dass es sich nicht um den angestrebten klassischen Look handelt. Früher waren Dirndl sogar noch länger und bis heute gibt es dieses „Midi-Dirndl“ mit circa 70 Zentimetern Länge zu kaufen. Dieses Jahr geht der Trend aber zu noch mehr und somit zurück zum traditionellen langen Dirndl mit etwa 90 Zentimetern Rocklänge.

Auf die Qualität kommt es an – dieser Grundsatz gilt nicht nur für die Lederhose. Ein schlecht verarbeitetes Dirndl aus billigen Stoffen ist oft bereits aus Entfernung zu erkennen und hinterlässt keinen guten Eindruck. Wer dennoch keine 800 Euro für ein maßgeschneidertes Dirndl aus feinsten Stoffen ausgeben möchte, sollte zumindest zu einem Kleid aus Baumwolle greifen. Baumwoll- und Leinendirndl liegen dieses Jahr ohnehin voll im Trend und sind dennoch deutlich günstiger als der edle Brokatstoff oder Seide.

Ein perfekt sitzendes und hochwertiges Dirndl ist immer ein absoluter Hingucker auf der Wiesn.
Bei den Farben gibt es derweil kaum Einschränkungen. Dirndl werden in sämtlichen Nuancen angeboten, von Rot über Blau und Grün bis hin zu Gold oder Violett. Viele Frauen greifen bewusst zu weiblichen Farbtönen wie Rosa, Pink, Lila oder sanftem Hellblau. Ein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt es hier allerdings nicht. Schlussendlich kommt die Farbwahl auf den individuellen Geschmack der Trägerin an. Keine Sorge: Den Dirndl-Farben werden keine speziellen Bedeutungen zugesprochen, welche es zu kennen gilt.

Der perfekte Dirndl-Look von Kopf bis Fuß
Anders bei der Schleife: Auf welcher Seite des Dirndls diese gebunden wird, macht nämlich tatsächlich einen großen Unterschied – damit gibt die Trägerin Aufschluss über ihren Familienstand. Demnach binden Single-Frauen die Schleife links und riskieren damit, von den Männern nicht mehr in Ruhe gelassen zu werden. Wer die Schleife rechts bindet, ist hingegen vergeben, sei es mit oder ohne Ehering. Befindet sich die Schleife vorne in der Mitte, ist die betreffende Dame noch Jungfrau.

Da nur wenige Frauen solch eine Informationen aber öffentlich preisgeben würden, tragen eher Kinder oder Damen auf der Suche nach einem Bräutigam die Schleife mittig vorne. Eine hinten mittig gebundene Schleife kann hingegen zwei Bedeutungen haben: Entweder ist die Frau verwitwet oder sie arbeitet als Kellnerin.

Das richtige Schuhwerk rundet den perfekten Dirndl-Look ab. Traditionell werden zur Tracht spezielle Trachtenschuhe mit oder ohne Absatz getragen. Doch auch Ballerinas, Lederschnürschuhe oder Stiefeletten gelten als akzeptiert, sofern sie farblich passend gewählt werden. Zuletzt darf natürlich die richtige Frisur nicht fehlen: Zum Dirndl trägt Frau klassischerweise eine Flechtfrisur. Wie genau diese auszusehen hat, ist dabei der eigenen Kreativität überlassen.

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Das Oktoberfest steht bevor
 
           

Stilsicher in Lederhosen: Dresscode für den Mann
Auch bei den Herren gibt es eine größere Auswahl an Outfits. Diverse Formen und Farben der Lederhosen sind da nur der Anfang.

Auch die Herren der Schöpfung können bei der Tracht vieles falsch machen. Sie tragen im traditionellen Sinn Lederhosen sowie ein Karohemd. Die Lederhose muss, wie der Name bereits aussagt, vollständig aus Leder bestehen und eine hochwertige Qualität aufweisen. Kunstleder oder andere Materialien gelten hingegen als absolutes No-Go. Die Lederhose reicht entweder bis zur Mitte der Waden oder – wie sie mittlerweile deutlich beliebter ist – bis zu den Knien und verfügt je nach individuellem Geschmack eventuell über Hosenträger.

Dazu kombiniert werden Karohemden in verschiedenen Farben, zumeist Blau, Rot oder Grün. Wer klassisch gekleidet auf dem Allgäuer Oktoberfest erscheinen möchte, wählt die Variante mit Hornknöpfen. Das Trachtenhemd sitzt locker am Körper und ist langärmelig, wobei die Ärmel jedoch hochgekrempelt werden dürfen. Wer will, kann zudem einen Janker aus pflegeleichtem Walkstoff oder eine Weste überziehen – beim Tanzen in den Zelten wird das aber ohnehin meistens irgendwann zu heiß. Ein absolutes Muss zur Lederhose sind hingegen die passenden Socken und Schuhe, und zwar Haferlschuhe. Wer damit so gar nichts anfangen kann, greift alternativ zum Loafer mit leichtem Absatz.

Alternativen zur Tracht für Herren und Damen
Sei es nun die Preisfrage oder der eigene Geschmack: Nicht alle Oktoberfestbesucher möchten in der Tracht erscheinen und stellen sich demnach die Frage, wie sie sich stattdessen kleiden sollen. Tatsächlich sind sie keine Pflicht und somit gilt es auch nicht als Blamage, bei den Oktoberfesten ohne Dirndl oder Lederhosen aufzutauchen. Manche Frauen entscheiden sich zwar trotzdem für die Tracht, allerdings für die Lederhosen – oft in gekürzter Form – und legen auch damit einen stilsicheren Auftritt hin.

Jedoch gilt ebenso der ganz normale Freizeitlook als völlig in Ordnung für jeden Wiesn-Fan. Bunte Sneakers, Jeans in sämtlichen Variationen oder T-Shirts mit Aufdruck gehören beim Oktoberfest genauso zum alltäglichen Bild wie die Klassiker der Tracht. Gerade die universellen Jeans lassen sich mit einem passenden Oberteil dennoch im Oktoberfest-Look stylen.

Mit einem Karohemd und Weste oder Janker für die Männer und einer hübschen Bluse mit traditionellen Stickereien oder Rüschen für die Frauen, können einzelne Elemente aus der Trachtenmode integriert werden. Allerdings sollte dann bei der Wahl der Jeans auf den richtigen Schnitt geachtet werden. Die geeignete Kombination aus dem jeweiligen Oberteil mit der passenden Jeansform macht den Look perfekt.

Bei Frauen sind zudem Kleider oder Röcke mit einer Bluse kombiniert eine beliebte Alternative zum Dirndl. Hier darf durchaus ein bisschen Haut gezeigt werden, zu aufreizend sollte der Look aber nicht sein – nicht nur, weil die Trägerin angesichts des Alkoholkonsums der Herren auf dem Oktoberfest sonst nicht mehr ihre Ruhe hätten.

Stattdessen steht der Sinn dieser Feste eher nach Mädchenhaftigkeit und Unschuld. Eine weiße Bluse mit einem modernen High-Waist-Rock ist beispielsweise eine perfekte Wahl. Anstelle von Pseudo-Dirndl oder -Lederhosen – also Kleidern oder Hosen, welche den traditionellen Look kopieren – sollte lieber zu einem individuellen sowie modernen Outfit gegriffen werden. Ansonsten wirkt die Kleidung schnell wie eine schlechte Trachten-Kopie.  Einzelne Elemente wie das Karomuster aufzugreifen, ist aber dennoch erlaubt.

Originell, aber bitte nicht peinlich!
Männer können auf Wunsch ebenfalls zum Karohemd greifen und dieses zur dunklen Jeans kombinieren. Eine Strickjacke rundet das Outfit ab. Diese kann entweder modern oder mit einem Hauch von rustikalen Stickereien gestaltet sein. Frauen wählen hierfür gerne knallige Farben und lassen dadurch das eine oder andere Dirndl blass aussehen.

Die richtige Frisur darf dann aber natürlich dennoch nicht fehlen. Herren haben es an dieser Stelle einfacher und auch schwarze Hemden liegen dieses Jahr voll im Trend, wenn es doch ganz schlicht sein soll. Wer es etwas rustikaler mag, kann statt Sneakers zu Wanderschuhen greifen.

Tabu sind hingegen peinliche Outfits wie Onesuits, sogenannte Morphsuits oder T-Shirts mit peinlichen Aufdrucken. Das Oktoberfest ist schließlich keine Ballermann-Party. Auch der „lässige“ Jogginghosen-Look hat auf der Wiesn nichts verloren – weder in München noch im Allgäu.


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münchen oktoberfest tracht styles



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