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Das Landratsamt Ostallgäu zählt zu den Gründungsmitgliedern des Bündnisses klimaneutrales Allgäu 2030 und ist als erste klimaneutrale kommunale Verwaltung im Allgäu Vorreiter. Dafür sorgen unter anderem die zahlreichen Photovoltaik-Module auf dem Gebäudedach.
(Bildquelle: Foto: Landratsamt Ostallgäu/Christian Pitz)
 
Allgäu
Montag, 21. Dezember 2020

Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030 macht Fortschritte

Trotz Corona-Krise wächst das Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030 und hat mit www.buendnis-klimaneutrales-allgaeu.de inzwischen einen eigenen Internetauftritt. Im Februar 2020 war das Bündnis gegründet worden war, jetzt ist mit der Demmel AG der 50. Partner beigetreten.

Wie alle anderen teilnehmenden Unternehmen, Kommunen, Verbände, Vereine und Institutionen verpflichtet sich auch die Demmel AG mit ihren rund 700 Mitarbeitern in den Werken in Scheidegg, Lindenberg und Heimertingen schrittweise bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. 30 Teilnehmer haben viele Stufen gleich auf einmal genommen und sind jetzt schon klimaneutral. „Der Schwerpunkt liegt zunächst auf der Reduktion der eigenen CO2- Emissionen durch mehr Energieeffizienz und dem stärkeren Einsatz von erneuerbaren Energien.“ So skizziert Martin Sambale vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu, das die Bündnis-Aktivitäten koordiniert, den Weg der Bündnis-Partner zur Klimaneutralität. „Unvermeidbare Restemissionen werden durch die Förderung hochwertiger Projekte zur CO2-Einsparung in der Region, aber auch im Ausland kompensiert.

“ Förderung von Projekten in Entwicklungsländern ist wichtig Dabei seien die internationalen Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern zertifiziert und würden höchste Qualitätstandards erfüllen, versichert Sambale und fügt hinzu: „Ohne Hilfe der Industrieländer haben viele Länder der südlichen Hemisphäre keine Chance, einen Pfad nachhaltiger Energieversorgung einzuschlagen. Diese Länder sind auf unsere Unterstützung und auf unsere Technologien angewiesen. Gerade dort haben wir einen großen Hebel, Verbesserungen für das Klima und gleichzeitig für soziale Belange zu erzielen.“ Mit Hilfe der Kompensationszahlungen fördert das Bündnis beispielsweise Projekte in Simbabwe und Ruanda, die den Menschen dort Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen.

Dieser fehlt der Bevölkerung oftmals dort. Das belastete Wasser muss dann abgekocht werden. Dabei wird Holz aus der Umgebung verwendet – was die Entwaldung und damit den Klimawandel vorantreibt. Der Ausbau erneuerbarer Energie wird bei einem Photovoltaik-Projekt in Indien vorangetrieben. In der Region Maharashtra mit der Megacity Mumbai wächst der Energiebedarf stetig. Bislang wird dieser überwiegend mit Hilfe von Kohlekraftwerken gedeckt. Dank der beiden Solarparks, in die die Kompensationszahlungen aus dem Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030 fließen, werden in der Region rund 198.000 Tonnen CO2 eingespart. Klimafonds Allgäu zur Unterstützung von Projekten in der Region Für die Unterstützung von Projekten in der Region ist jüngst der Klimafonds Allgäu gegründet worden. „Von jeder kompensierten Tonne CO2 der Bündnis-Teilnehmer fließen rund vier Euro in den Klimafonds Allgäu“, erläutert Sebastian Hartmann, der bei eza! für das Bündnis zuständig ist. Bürger*innen, Vereine, Schulen, aber auch Kommunen oder Unternehmen können Projekte einreichen, die sich von alleine nicht wirtschaftlich tragen.

Einmal jährlich entscheidet dann der Klimabeirat Allgäu, der aus Vertretern der Bündnis-Partner besteht, welche Projekte in welcher Höhe aus den Mitteln des Klimafonds Allgäu bezuschusst werden. „Das können beispielsweise Projekte rund um erneuerbare Energien, Mobilität und Bildungsarbeit bis hin zum Einsatz von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft oder Biodiversitäts-Maßnahmen sein“, erklärt Hartmann. Landrätin Zinnecker: Das Allgäu steht für Nachhaltigkeit „Ein Bündnis in der Region für die Region“, so beschreibt Maria Rita Zinnecker, Ostallgäuer Landrätin und zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH, das Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030. „Die Marke Allgäu steht für Nachhaltigkeit. Und der Klimaschutz ist hier ein sehr wichtiger Baustein“, betont Maria Rita Zinnecker. Das Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030 vereine die Akteure in der Region, die schon heute bereit seien, im eigenen Bereich umfassend Verantwortung zu übernehmen. „Durch das gemeinsame Handeln wird das Allgäu zum Vorreiter beim Thema Klimaschutz“, freut sich die Landrätin. Sie verweist auf das Landratsamt Ostallgäu, das zu den Gründungspartnern zählt und als erste klimaneutrale kommunale Verwaltung im Allgäu Vorreiter ist. OB Kiechle: Gemeinsam den Klimaschutz voranbringen Mit ihren mehr als 1.000 Mitarbeitern ist auch die Stadtverwaltung Kempten als einer der größten Arbeitgeber in der Allgäu-Metropole Mitglied im Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030.

Oberbürgermeister Thomas Kiechle war als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von eza! von Anfang an bei der Entwicklung der Bündnis-Idee beteiligt. „Gemeinsam handeln und gemeinsam den Klimaschutz voranbringen – ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass dies der richtige Weg ist“, sagt Kiechle. Zwar sei es sehr bedauerlich, dass die Corona-Krise den anfänglichen Schwung gebremst habe. „Aber dank der engagierte Arbeit des eza!-Teams steht das Bündnis gut da“, so Kiechle. Sparkasse Allgäu: Klimaneutralität als logischer Schritt Ebenfalls zu den Bündnis-Partnern zählt die Sparkasse Allgäu. Es handelt sich dabei um das erste Kreditinstitut im Allgäu, das klimaneutral arbeitet. Bereits seit längerem ist die Sparkasse Allgäu auf den Themenfeldern Klimaschutz und Nachhaltigkeit aktiv. So fand 2019 die Energieauditierung des Gesamtunternehmens statt. „Über die laufende Durchführung eines Energiemanagements konnten bereits große Mengen an Energie eingespart werden“, stellt Manfred Hegedüs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Allgäu fest.

Mehrere PV-Anlagen, unter anderem auf der Hauptstelle in Kempten, produzieren Strom, der dann zu großen Teilen im eigenen Unternehmen verwendet werden kann. Darüber hinaus hat die Sparkasse Allgäu durchgängig auf Ökostrom umgestellt und erhöht die Anzahl der E-Fahrzeuge in der Firmenflotte. Zudem erhalten laut Hegedüs die Mitarbeiter einen Zuschuss für Monats- beziehungsweise Jahrestickets für öffentliche Verkehrsmittel. Angesichts der Vielzahl der Maßnahmen sei die Entscheidung zur Klimaneutralität „der fast schon logische nächste Schritt“ gewesen, findet Manfred Hegedüs. Demmel AG verstärkt mit Bündnis-Teilnahme Klimaschutzaktivitäten

Die Demmel AG wurde 1995 als eines der ersten Unternehmen in Bayern nach der damaligen EU-Öko-Auditverordnung zertifiziert und trieb die Entwicklung und Umsetzung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen stetig voran. Später waren mit der europäischen EMAS-Zertifizierung und darauf aufbauend der Zertifizierung gemäß ISO-14001 die hohen Umweltstandards des Spezialisten im Bereich Metalldekoration bestätigt worden. Auch in den letzten Jahren wurden mit der Umstellung auf energieoptimierte Produktionsverfahren, dem verstärkten Einsatz von Ökostrom örtlicher Energieversorger und der Installationen von Photovoltaikanlagen die Aktivitäten zum Umwelt- und Klimaschutz konsequent ausgebaut. „Mit dem Beitritt zum Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030 verstärken wir nachhaltig unsere Aktivitäten zur weiteren Senkung der CO2-Emissionen“, erklärt Florian Neumann, Chief Operation Officer und zuständig für sämtliche Produktionsbereiche, Nachhaltigkeit und Umweltmanagement bei der Demmel AG. (PM)


Tags:
Klima Neutal Allgäu Bündnis


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