Moderator: Ingrid Reitenbach
Sendung: AllgäuHIT-Update
mit Ingrid Reitenbach
 
 
ALLGÄU/REGIONAL
Unfall auf der B12 bei Isny
Verkehrsunfall auf der B12 bei Isny im Bereich Felderhaldetunnel - zwei Pkw sind zusammengestoßen - mindestens eine Person verletzt - Rettungskräfte und Polizei im Einsatz (Stand: 12:16 Uhr)
 
Smartphone (Symbolfoto)
(Bildquelle: pixabay.com)
 
Allgäu
Montag, 20. Juni 2022

Besorgniserregende Studie: Verändern Smartphones das Gehirn?

Ein Tag ohne Smartphone ist für viele Menschen kaum noch vorstellbar. Mehr als drei Stunden am Tag wischen die Deutschen auf ihrem liebsten Begleiter herum – im Durchschnitt. Bei vielen ist es sogar noch mehr, gerade Jugendliche und junge Erwachsene verbringen oft fünf Stunden oder mehr am Tag auf dem Handy. Dass so viel Zeit vor dem Bildschirm auch Nachteile mit sich bringt, ist klar. Wie problematisch sie wirklich sein kann, zeigten kürzlich deutsche Forscher mit einer Studie, bei der sie einen Gehirnscan ihrer Probanden anfertigten. Wer besonders viel Zeit auf dem Smartphone verbrachte, wies dabei nämlich eine deutliche Veränderung der Gehirnaktivität auf. Grund genug, sich ernsthafte Gedanken über das Nutzungsverhalten zu machen. 

Die Forschungsergebnisse
Ein Team von Wissenschaftlern der Universität Heidelberg untersuchte die Gehirnaktivität von Smartphone-Nutzern per MRT. Die Hälfte der Probanden waren „normale“ Smartphone-Nutzer, bei der anderen Hälfte lag ein problematisches Nutzungsverhalten vor. Sie verbrachten besonders viel Zeit auf dem Smartphone. Der Unterschied in der Gehirnaktivität der beiden Gruppen war deutlich: Bei den exzessiven Smartphone-Nutzern war die Aktivität im limbischen System deutlich reduziert. Dieses Gehirnareal ist unter anderem für Lernprozesse und die Verarbeitung von Emotionen verantwortlich. Außerdem wiesen die Gehirne in dieser Gruppe in mehreren Bereichen weniger graue Substanz auf. Unklar ist noch, ob die exzessive Smartphone-Nutzung ursächlich für diese Auffälligkeiten ist, oder ob umgekehrt die abweichende Gehirnaktivität zu einer exzessiven Smartphone-Nutzung führt. Trotzdem werfen diese Ergebnisse die Frage auf, ob die Gesellschaft vielleicht zu sorglos mit diesem digitalen Medium umgeht. Die Liste der Bereiche, in die das Smartphone vorgedrungen ist, ist lang. 

Sozialleben
Soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram und Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Signal spielen heute im Sozialleben eine zentrale Rolle. Wer die neuesten Entwicklungen im Gruppenchat nicht mitkriegt, weiß beim nächsten Treffen mit seinen Freunden vielleicht gar nicht, worum sich die Unterhaltung dreht. Und wer keinen einzigen Urlaubsselfie für seine Bekannten postet, gilt schnell als Sonderling.  

Gaming
Gaming ist zur Unterhaltung für den Mainstream geworden. Die Zielgruppe besteht längst nicht mehr nur aus Teenies und Nerds. Viele Spiele, zum Beispiel aus dem Casino-Genre, sind an ein Erwachsenes Publikum gerichtet – und die Mehrzeit aller Spiele greift mit mobilen Endgeräten darauf zu. Für sich genommen ist es natürlich kein Problem, eine halbe Stunde mit Video Slots zu verbringen. Aber diese Zeit summiert sich zur restlichen Handy-Zeit hinzu. 

Arbeit
Selbst in der Arbeit ist niemand mehr vor dem Smartphone sicher: In vielen Berufen gehört es zur Arbeitsausrüstung. Es wird für Telefonate genutzt, zum Scannen von QR-Codes oder um die Arbeitsergebnisse per Foto zu dokumentieren. Übereifrige lesen damit ihre Emails schon morgens auf dem Weg in die Arbeit oder nach Feierabend. Vermutlich wird der Smartphone-Daumen damit früher oder später zu einer anerkannten Berufskrankheit. 

Fazit
Sollte sich herausstellen, dass das Smartphone tatsächlich negative Auswirkungen auf die Gehirnleistung hat, steckt die Gesellschaft also in einer Zwickmühle. Sie hat sich in allen Lebensbereichen von einem Gerät abhängig gemacht, das möglicherweise schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen hat. Es wird nicht leicht sein, diese Entwicklung wieder rückgängig zu machen. Vermutlich werden viele Menschen sich entscheiden, einfach damit zu leben.


Tags:
smartphone gehirn wissenschaft studie


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