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Allgäu
Dienstag, 18. Mai 2021

Allgäuer ÖPNV als Abnehmer für Wasserstoff?

Demnächst könnte der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten auf Wasserstoff setzen. Die Ausarbeitung stellte Karl Heinz Lumer der Oberallgäuer CSU vor. Der ZAK geht aktuell davon aus, dass einer der Hauptabnehmer für regional produzierten Wasserstoff der Öffentliche Nahverkehr sein könnte. Um allerdings mit einer Produktion ab dem Jahr 2023 anzufangen, müssten Signale vom ÖPNV kommen. In der Stadt Kempten und im Landkreis Lindau stehen Neuvergaben bevor.

Die Suche nach einer geeigneten und umweltschonenden Antriebskraft beschäftigte den CSU-Kreisvorstand und die Kreistagsfraktion im Oberallgäu. Vor allem „grüner Wasserstoff“ wird immer wieder als Energiequelle der Zukunft genannt – Darauf könnte auch das Allgäu setzen. Karl Heinz Lumer vom Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) zeigte den Oberallgäuer CSU-Politikern bei einem Informationsabend im Rahmen einer Kreisvorstandssitzung realistische Einsatzmöglichkeiten auf.

So geht der ZAK derzeit davon aus, dass einer der Hauptabnehmer für regional produzierten Wasserstoff der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sein könnte, da hier ein gesetzlicher Handlungsbedarf bestehe. Um allerdings 2023/2024 mit der Produktion von grünem Wasserstoff aus der Region zu beginnen, müssten bereits jetzt Signale aus dem regionalen ÖPNV-Bereich kommen. Zuerst dürfte in der Stadt Kempten und im Landkreis Lindau der Fall sein. Hier stehen Neuvergaben der Konzessionen bevor - Im Landkreis Oberallgäu wird dies erst 2026 der Fall sein.

Wichtig für die Regionalpolitiker der CSU war dabei auch, wie solche Projekte finanziert werden können. Schließlich stehen hohe Anschaffungskosten im Raum. So gibt es für diesen Bereich entsprechende Fördergelder: Mit europäischem Ansatz könnten Allgäu, Bodensee und Tirol gemeinsam in die Wasserstoffzukunft starten. Als „Bioenergie Allgäu“ (kurz BEA) wäre bei Antragsstellung eine Fördersumme von 27 Millionen Euro möglich.

Eins steht nach ZAK-Angaben aber schon fest. Der gesamte Bedarf an Wasserstoff in Deutschland wird mit eigenen Anlagen unmöglich zu stemmen sein. Aber: Eine Markteinführung von Wasserstofftechnologien wird es nach Angaben von Karl Heinz Lumer vom ZAK weltweit geben. Hinzu komme, dass die Technologie ausgereift und „nachhaltige regionale Projekte in Deutschland für die Sicherung von Knowhow und damit eine Chance an der Teilhabe an der weltweiten Wertschöpfung unabdingbar“ seien.

Der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der CSU Oberallgäu, Eric Beißwenger: „Das Allgäu steht einerseits für saftige grüne Wiesen und Tourismus und andererseits für herausragende Zukunftstechnologien, wie den grünen Wasserstoff. Etwas, das sich perfekt ergänzt und nicht ausschließt. Ich bin begeistert, dass Unternehmen bereits konkrete Ideen entwickelt haben und unterstütze gern.“


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wasserstoff öpnv allgäu csu


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