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Jede dritte Frührente im Allgäu wegen psychischen Problemen
12.11.2012 - 11:07
Im vergangenen Jahr sind 325 Menschen aus dem Allgäu aufgrund psychischer Probleme vorzeitig aus dem Berufsleben ausgeschieden. Damit ist im Allgäu jede dritte Frührente psychisch bedingt.
Diese Zahlen hat die Technikerkrankenkasse (TK) veröffentlicht. "Termindruck, ständige Erreichbarkeit und die Angst um den Arbeitsplatz gehen an vielen Menschen nicht spurlos vorbei", sagt Gertraud Schwenk von der TK im Allgäu. Für Firmen wird es laut Schwenk immer wichtiger werden, rechtzeitig Belastungen im Arbeitsumfeld zu erkennen und den gesundheitlichen Folgen wie Burnout oder Sucht entgegenzuwirken. Wegen einer Abhängigkeit von Suchtmitteln wie Alkohol oder Tabletten gingen letztes Jahr 37 Menschen aus dem Allgäu in Frührente.

"Auch sollten Führungskräfte das Thema psychische Erkrankungen nicht tabuisieren und mit ihren Mitarbeitern über die individuellen psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz sprechen", sagt Schwenk. Leider kommt das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement noch zu kurz: Laut einer Untersuchung der Initiative Gesundheit und Arbeit kümmern sich zwei Drittel der deutschen Betriebe bis 200 Beschäftigte und die Hälfte der Firmen bis 500 Beschäftigte nicht um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Neun von zehn Unternehmen geben als Grund den Vorrang des Tagesgeschäfts an.

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