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Fairer Wettbewerb im Gastgewerbe
11.05.2012 - 16:32
Seit dem 01. Januar 2010 gilt der gekürzte Mehrwertsteuersatz von 7 % für das Gastgewerbe. Bei einer Pressekonferenz, in der Sonnenalp in Ofterschwang, mit vielen Vertretern der Branche stand der Steuersatz heute nochmals auf dem Prüfstand. Außerdem konnten die Anwesenden neue Vorschläge und Verbesserungswünsch direkt an Staatskanzleichef Thomas Kreuzer und DEHOGA Präsidenten Ulrich Brandl richten.
Um im internationalen Konkurrenzkampf im Tourismus auch für die Allgäuer Hoteliers und Gastronomem Chancengleichheit zu gewährleisten, wurde bereits 2010 der Mehrwertsteuersatz auf 7% gekürzt.

Seitdem musste sich das Hotelgewerbe immer wieder für den gekürzten Steuersatz rechtfertigen. Was aber viel zu selten klar gemacht wird ist die Sonderstellung der Branche: denn im Vergleich zu verschiedenen Industriezweigen kann in der Tourismusbranche nichts ins Ausland ausgelagert werden - Gelder die in Hotels oder Pensionen fließen bleiben also fast zu 100% in der Region. "Tourismus bleibt vor Ort", so Michael Fäßler, Inhaber der Sonnenalp. Auch auf andere Sparten wie Handwerk und Baugewerbe hat der Tourismus positiven Einfluss.

Um im internationalen Konkurrenzkampf der Tourismusbranche bestehen zu können, ist der gekürzte Mehrwertsteuersatz zwar ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, dennoch wurde heute auch die Gelegenheit genutz weitere Forderungen und Vorschläge vorzubringen. Laut DEHOGA Bayern-Präsident Ulrich Brandl müsse auch für die Gastronomie ein anderes Steuermodell geschaffen werden.

Seitens der Branche war zu spüren, dass Angst vor einem Rückzug zum alten Steuersatz besteht. Aber auch hier möchte Staatskanzleichef Thomas Kreuzer klar der bisherigen Linie treu bleiben - an eine Aufhebung der gekürzten Mehrwertsteuer wird Seitens der CSU jedenfalls nicht gedacht.

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