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Trickbetrug durch Schockanruf
26.05.2012 - 12:49
Eine neue betrügerische Masche, sogenannte russische Schockanrufe, hinter welcher eine Litauische Bande vermutet wird, haben nun auch das Allgäu erreicht.
Die Täter suchen sich gezielt, betagte, größtenteils ältere Menschen aus, welche deutsch-russische Wurzeln haben. Im aktuellen Fall erhielt die 51-jährige Geschädigte nachmittags einen Anruf von einem vermeintlichen Rechtsanwalt. Dieser teilte ihr mit, dass ihr Sohn einen Unfall verschuldet habe und hierbei ein Mädchen verletzt worden sei. Um den Sohn nun vor einer drohenden Haftstrafe zu schützen und eine Notoperation des verletzten Mädchens zu garantieren, sollte die Geschädigte umgehend 19.000 Euro zahlen. Als die geschockte Geschädigte angab, lediglich 1.000 Euro zur Verfügung zu haben, einigte man sich auf diesen Betrag als Anzahlung. Keine Stunde später erschien auch schon der angebliche Bruder des verletzten Mädchens um dass Geld abzuholen. Erst als der Mann mit dem Geld weg war und die Frau sich wieder etwas gesammelt hatte, fing sie an zu telefonieren und auch Kontakt zum Sohn herzustellen. Hierbei stellte sie dann sehr schnell fest, dass der Sohn wohlauf war und sie Betrügern auf den Leim ging. In anderen Fällen aus Baden-Würtemberg ist auch bekannt, dass oft eine Person mit verstellter oder undeutlicher Stimme anruft und sich als verletzter Angehöriger ausgibt, welcher aufgrund seiner Verletzung nicht richtig sprechen kann und deshalb den Hörer an einen vermeintlichen Rechtsanwalt, Polizisten oder Arzt weitergibt, der die Geschichte von dem Unfall und den sofort benötigten Barmitteln erzählt. Mit einem vermehrten Auftreten dieser Betrugsmasche ist zu rechnen.
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