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Arbeitslosenquote im Allgäu bei 2,8 Prozent - leichter Rückgang
30.10.2012 - 10:11
"Im Oktober hat sich der Arbeitsmarkt im Allgäu nochmals verbessert. Vor allem weniger jüngere Menschen als im September waren arbeitslos gemeldet" ...
Das sagt Horst Holas, der stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. "Wir erhalten weiterhin viele zusätzliche Stellenangebote zur Besetzung. Dennoch agieren Arbeitgeber bei Ihrer Personalplanung insgesamt etwas vorsichtiger. Das zeigt mir der Vergleich mit dem Vorjahr, denn damals war der Bedarf an Kräften noch um zehn Prozent größer."

Im neuen Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen lag die Arbeitslosenquote aktuell bei 2,8 Prozent. Sie ging im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte zurück. Aufgrund des außergewöhnlich starken Booms in 2011 war die Arbeitslosigkeit seinerzeit niedriger mit einer Quote von 2,6 Prozent. Dennoch steht der Arbeitsmarkt insgesamt weiter gut da. Das zeigt auch der Fünf-Jahres-Vergleich.

Aktuell waren 9.828 Frauen und Männer bei den Vermittlern der Arbeitsagentur und in den sie-ben Jobcentern gemeldet, knapp 260 weniger als im September. Auch im Oktober bewegte sich viel auf Seiten der arbeitslosen Menschen. 3.283 Kräfte meldeten sich neu arbeitslos, 114 mehr als im Monat zuvor. Im selben Zeitraum konnten jedoch deutlich mehr Menschen, nämlich 3.541, ihre Arbeitslosigkeit wieder beenden.

Stellenmarkt weitgehend stabil
Im Vergleich zum September gaben Betriebe wieder mehr Stellen neu zur Besetzung herein. Unter den 1.162 zusätzlichen Angeboten waren Maschinenbau und Metallbearbeitung stark vertreten. Knapp 200 Beschäftigungsmöglichkeiten kamen allein aus diesen Branchen. Die Elektro- und Energietechnik steuerte mehr als 70 Jobs bei, der Logistiksektor war auf der Suche nach 50 neuen Lagerfachkräften. Hotellerie und Gastronomie boten 120 Arbeitsplätze für Köche und Servicepersonal an. Insgesamt waren für Vermittlungsbemühungen 4.050 Stellenangebote verfügbar. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres bedeutete das ein Minus von zehn Prozent.

Ein Arbeitsmarkt für Jüngere
Wenn man sich die verschiedenen Altersgruppen auf dem Arbeitsmarkt ansieht, zeigen sich unterschiedliche Belastungen. Junge Menschen im Alter bis zu 25 Jahren sind deutlich weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als die Generation 50+. Knapp zwölf Prozent aller arbeitslosen Menschen zählen zu den Jüngeren, während bereits jeder vierte Arbeitslose ein Alter von 50 Jahren und mehr erreicht hat. Auch aufgrund von Studium, neuer Ausbildung oder Aufnahme einer Beschäftigung verabschiedeten sich im Oktober 240 jüngere Kräfte von ihrem Vermittler. Bei den Älteren blieb die Zahl im Vergleich zum September unverändert.

Regionale Unterschiede
In den einzelnen Wirtschaftsräumen des Allgäu zeigten sich im Oktober unterschiedliche Ent-wicklungen. In den meisten Regionen entwickelte sich der Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vor-monat positiv. Spitzenreiter waren die Bereiche Mindelheim und Memmingen mit einer Arbeits-losenquote von 2,1 bzw. 2,3 Prozent. In den Räumen Lindau, Marktoberdorf und Füssen war bei der Arbeitslosenquote ebenfalls eine Zwei vor dem Komma zu verzeichnen. Desgleichen konnte der Wirtschaftsraum Kempten im Monatsvergleich eine Verbesserung erfahren. Von September bis Oktober ging die Arbeitslosigkeit um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent nach unten. Gegenläufige Entwicklung im Raum Sonthofen. Aufgrund der zu Ende gehenden Som-mersaison waren 50 Frauen und Männer zusätzlich bei den Vermittlern gemeldet, die Arbeitslo-senquote erhöhte sich leicht auf 3,3 Prozent. Günstig lief es auf dem Arbeitsmarkt im Wirt-schaftsraum Kaufbeuren. 85 Menschen waren hier weniger arbeitslos als noch im September. Die Oktoberquote reduzierte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung
Gegenüber September ging die Zahl arbeitsloser Menschen nahezu ausschließlich im Bereich der Arbeitslosenversicherung zurück. Während im Vormonat noch mehr als 5.700 Frauen und Männer gemeldet waren, so waren es aktuell 250 weniger. Den Löwenanteil beim Abbau ver-buchten die Jüngeren bis 25 Jahre. Allein hier war ein Rückgang um 210 Kräfte festzustellen. Viele nahmen ein Studium auf, starteten in eine neue Beschäftigung oder begannen eine Aus-bildung.

Entwicklung in der sozialen Grundsicherung
Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung lag im Oktober bei 5.477. Gegenüber September ergaben sich mit einem Minus von acht Kräften lediglich geringe Verän-derungen. Im Oktober des vergangenen Jahres waren 140 Menschen mehr in der sozialen Grundsicherung arbeitslos gemeldet.

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