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Nach Schusswechsel: Opfer weiter in Lebensgefahr
10.07.2012 - 08:10
Versuchter Mord - so lautet der Vorwurf gegen einen 49-jährigen Mann nach einem Familiendrama um Kempten.
Am Sonntagabend hatte der mutmaßliche Täter einem 43-jährigen in dessen Wohnung in Kempten St.Mang ins Gesicht geschossen. Noch immer schwebt das Opfer in Lebensgefahr. Für die Polizei stellte sich die Situation vor Ort anders dar, als zunächst angenommen:

"Wir haben den Einsatz über die Integrierte Leitstelle Allgäu erhalten, es handele sich um einen Familienstreit. Eine Streife der Kemptener Polizei ist dann vor Ort gefahren und dort hat sich die Situation dahingehend dargestellt, dass der Täter sofort oder relativ zeitnah angegeben hatte, dass er bewaffnet ist und eine Person in einer anderen Wohnung in Kempten erschossen oder angeschossen hätte. Er hat die Wohnung daraufhin auch beschrieben, in welchem Anwesen diese ist und er hätte zwei Personen in seiner Gewalt. Da stellt man sich dann schon die Frage, wie aus einer zuerst genannten Ruhestörung so ein Einsatz werden kann", so Polizei-Pressesprecher Thorsten Ritter.

Der 49-jährige hatte sich später ohne Gegenwehr ergeben. Zwei von ihm festgehaltene Frauen blieben unverletzt. Besonders tragisch: die Tochter der Frau und des Opfers feierte im Garten mit anderen Familienmitgliedern ihren fünften Geburtstag. Jetzt muss sie um das Leben ihres Vaters bangen. Mit beiden Männern hatte die Mutter zuvor eine Beziehung.

 
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