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Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren setzen auf Patientenidentifikationsarmbänder
10.05.2012 - 07:28
Die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren setzen ab sofort auf Patientenidentifikationsbänder. Damit sollen folgenschwere Verwechslungen vermieden werden.
Stellen Sie sich vor, Sie liegen im Krankenhaus und bekommen ein Medikament, das für Ihren Namensvetter im Nachbarzimmer bestimmt war und bei ihnen schädlich sein könnte. Oder Sie erhalten eine invasive Untersuchung, z.B. mit Kontrastmittelgabe, die Sie gar nicht benötigen. „Patientensicherheit ist kein Privileg – es ist ein Recht“, das findet das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. und empfiehlt Kliniken deshalb die Verwendung von Patientenidentifikationsarmbändern, um solche unter Umständen folgenschwere Verwechslungen zu vermeiden.

Eine Empfehlung der die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren jetzt an allen Standorten nachgekommen sind. Seit Montag bekommen alle Patienten, die damit einverstanden sind, bei Aufnahme ein Armband mit Klebeverschluss, das für die Zeit des gesamten Klinikaufenthalts für jede durchgeführte Maßnahme eine eindeutige Patientenidentifikation gewährleistet. „Wir begrüßen dies außerordentlich“, versichert Andrea Lehmann, stellvertretende Pflegedienstleitung im Klinikum Kaufbeuren, „ es ist ein vergleichsweise kleiner Aufwand mit großer Wirkung“. Bereits seit 2007 verwende man erfolgreich OP-Armbänder zur zweifelsfreien Identifizierung von Patienten, um hier schwerwiegende Verwechslungen zu vermeiden. Mit den zusätzlichen Identifikationsarmbändern habe der Patient nun auch die Garantie auf höchste Sicherheit für alle anstehenden Untersuchungen und Medikationen sowie auch für die komplette Dokumentation. Der Vorteil: das Patientenarmband erlaubt auch dann eine sichere Patientenidentifikation, wenn eine gezielte Befragung nicht möglich ist, z.B. auf der Intensivstation oder aber auch bei demenzkranken Patienten. Laut einer Untersuchung der WHO sinkt das Risiko von Verwechslungen durch die Armbänder drastisch.

Bei den Patientenarmbändern handelt es sich um Laserbänder, die speziell für den Gesundheitssektor entwickelt wurden und somit den Anforderungen in der täglichen Krankenhausroutine entsprechen. Das Band wurde bezüglich seiner Hautverträglichkeit dermatologisch getestet und für unbedenklich erklärt. Für besonders empfindliche Haut z.B. bei Neugeborenen gibt es das Armband mit antimikrobieller Manschette, die zur Polsterung verwendet werden kann. Am Ende des Klinikaufenthaltes wird das Armband dem Patienten mitgegeben oder im Datenmüll entsorgt. „Es ist uns ein großes Anliegen, unseren Patienten größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten“, so Vorstandsvorsitzender Ludwig Lederle. Deshalb sei man mit dieser unkomplizierten Maßnahme beim gesamten medizinischen und pflegerischen Personal offene Türen eingerannt. Die ersten guten Rückmeldungen habe man bereits auch von Patienten erhalten, die sich nun noch besser aufgehoben fühlten.

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