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Dr. Leopold Herz: Schmallenberg-Virus - Keine neue Blauzungen-Situation schaffen
26.04.2012 - 07:57
Derzeit wird in Deutschland vermehrt das Auftreten des "Schmallenberg-Virus" festgestellt, der nach der Herkunft der Probe, Schmallenberg im Hochsauerlandkreis, benannt wurde.
Betroffen sind Schaf- und Ziegenhaltungen, aber auch immer mehr Rinderherden. Dieser Erreger wurde im November 2011 erstmalig identifiziert und wird durch bestimmte Mücken übertragen; die Form des Viruses ähnelt der anderer Bunyaviren.

Allein in Deutschland sind mehr als 1100 Betriebe betroffen, darunter über 830 Schafhaltungen. Die Infektion der Tiere in einem bestimmten Stadium der Trächtigkeit kann zu schweren Missbildungen bei Föten und zu Todgeburten führen.

Nach bisheriger Kenntnislage besteht durch das "Schmallenberg-Virus" kein Gesundheitsrisiko für den Menschen.

Die schnelle Abfolge von Viruskrankheiten zeigt die Notwendigkeit, sich eingehend mit der Problematik zu befassen! In einer schriftlichen Anfrage an das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit hat MdL Dr. Leopold Herz, Freie Wähler zum "Schmallenberg-Virus" diverse Informationen eingeholt. In Bayern wurden mit Stand vom 12. März 2012 insgesamt in 30 Fällen eine Infektion mit dem "Schmallenberg-Virus" nachgewiesen bei 21 Beständen. Einen Impfstoff gibt es derzeit nicht. Wie die Blauzungenkrankheit ist der "Schmallenberg-Virus" nicht ansteckend und wird nicht durch direkten Kontakt von Tier zu Tier, sondern durch blutsaugende Mückenarten übertragen.

Dr. Herz fordert das Staatsministerium auf, weitere Finanzmittel frei zu machen, um die Ursachenforschung zum "Schmallenberg-Virus" schnell voran zu bringen und dann entsprechende Behandlungsmethoden zu entwickeln. Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, aus den Erfahrungen mit der Blauzungenkrankheit zu lernen und nicht die gleichen Fehler wieder zu machen. Diese Thematik wird Dr. Herz persönlich bei Landwirtschaftsminister Brunner ansprechen.

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