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Allgäuer Landwirte räumen bei Bayern-Arche- Wettbewerb ab
30.11.2011 - 07:01
Allgäuer Landwirte sind für ihr herausragendes Engagement im Naturschutz und der Landschaftspflege vom Bayerischen Umweltministerium ausgezeichnet worden.
Konkret wurden Barbara und Wolfgang Birk aus dem Oberallgäuer Weitnau-Hellengerst, Peter Nußbaumer aus Oberstaufen, Konrad Rist aus Immenstadt und Thomas Königsberger aus dem Ostallgäuer Mauerstetten geehrt. Der Wettbewerb „Bayer-Arche-Betrieb 2011“ prämiert Bäuerinnen und Bauern, die sich für gefährdete Tier- und Pflanzenarten oder nachhaltige Landnutzungsarten einsetzen oder an Vertragsnaturschutzprogrammen teilnehmen und so attraktive Kulturlandschaften und Naturschätze bewahren.

Die Details zur Auszeichnung der Allgäuer Landwirte:
Biolandbetrieb Konrad Rist, Immenstadt (Landkreis Oberallgäu)
Familie Rist hält und züchtet das inzwischen selten gewordene Original Allgäuer Braunvieh. Die Alpflächen, Wiesen und Weiden werden schonend behandelt und zeichnen sich durch ein hohes Artenreichtum aus. Extrem steile Hänge werden durch Schafe der Rasse Allgäuer Bergschaf beweidet. Am Alpsee werden Streuwiesen gepflegt. Auf dem Weiden stehe alte Apfelbäume. Für ihr Engagement erhielt Familie Rist ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

Biolandbetrieb Barbara und Wolfgang Birk, Weitnau-Hellengerst (Landkreis Oberallgäu)
Familie Birk hält mehrere vom Aussterben bedrohte Haustierrassen: das Original Allgäuer Braunvieh (OBV), das braune Bergschaf und das Augsburger Huhn. Seit Juli 2011 ist der Betrieb „Arche-Hof“ der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH).

Biolandbetrieb Thomas Königsberger, Mauerstetten, (Landkreis Ostallgäu)
Familie Königsberger hält Wagyu-Rinder, eine exklusive japanische Fleischrinderrasse. Die Tiere werden natürlich gehalten und aufgezogen. Besondere Anstrengungen unternimmt die Familie beim Aufbau einer reinen Zucht von Wagyu-Rindern.

Biolandbetrieb Peter Nußbaumer, Oberstaufen (Landkreis Oberallgäu)
Peter Nußbaumer bewirtschaftet fast 10 ha Streuwiesen auf ökologisch sehr wertvollen Niedermoorflächen. Nußbaumer nutzt den Aufwuchs der Streuwiesen, um Einstreumaterial für die Tiere zu gewinnen. Dies ist ein sehr arbeitsaufwändiger Prozess. Im Rahmen des Vertragsnaturschutzprogrammes (VNP) erhält er auch Erschwerniszulagen. Als Dank für die späte und extensive Nutzung der Streuwiesen finden sich Pflanzenarten wie Schwalbenwurz-Enzian, Mehlprimel oder Frühlings-Enzian. Auch seltene Vogel-, Insekten- und Amphibienarten leben dort.

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