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IG Metall: Erste Warnstreikwelle im Allgäu abgeschlossen
10.05.2013 - 09:45
Rund 1500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in fünf Betrieben haben sich in dieser Woche an den Warnstreiks der IG Metall Kempten beteiligt und so eindrucksvoll Ihren Forderungen nach 5,5 Prozent mehr Entgelt und 60,- Euro Ausbildungsvergütung Nachdruck verliehen.
So wurde in den letzten drei Tagen von den Beschäftigten bei Liebherr Verzahntechnik in Kempten, der Goldhofer AG in Memmingen , der Voith Turbo BHS Getriebe GmbH in Sonthofen, der PMG Füssen GmbH in Füssen und der Deckel Maho Pfronten GmbH in Pfronten zeitweise die Arbeit niedergelegt.

"Die Stimmung bei den Warnstreiks war gut, die Beschäftigten sind mehr als bereit, sich für Ihre Forderungen und einen guten Abschluss einzusetzen", so Dietmar Jansen, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Kempten, "Mit rund 1500 Menschen in den ersten drei Tagen alleine im Allgäu sollte den Arbeitgebern zeigen, dass ihr bisheriges "Angebot" mehr als ungenügend ist."

Kein verhandelbares Angebot
Der Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie (vbm) hat in der 2. Tarifverhandlung am 19. April in München für die 770.000 Beschäftigten zwei Nullmonate und eine Erhöhung der Entgelte um 2,3 Prozent ab Juli für 11 Monate angeboten. Präzise kalkuliert bedeutet das Angebot auf Grund der Nullmonate gerade mal ein Plus von 1,9 Prozent. Mit dieser Erhöhung findet nicht einmal ein Ausgleich der Inflation statt. Somit würden die Reallöhne sinken und die Beschäftigten wären vom wirtschaftlichen Erfolg abgekoppelt.

„Verantwortungsvolle Tarifpolitik sieht anders aus,“ so Jansen. „Sie muss die Beschäftigten fair und angemessen an der wirtschaftlichen Fortentwicklung beteiligen. Das Angebot wird den Beschäftigten und dem von ihnen erwirtschafteten Wachstum und der Produktivitätssteigerung nicht gerecht.“

In der nächsten Woche verstärkte Warnstreiks im Allgäu
„Nächste Woche werden wir die Warnstreiks im Allgäu noch intensivieren“, so Jansen, „unter anderem sind die Beschäftigten der Allgäuer Maschinenbaubetriebe sowie der Automobilzulieferer aufgerufen die Arbeit niederzulegen.“

Foto: Symbolfoto für einen Warnstreik im Allgäu / Ig Metall

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