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Montag, 9. Dezember 2019

Verletztenzahlen gestiegen auf Allgäuer Skipisten

Die Zahlen der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) belegen erneut, dass die Anzahl der verletzten Skifahrer auf einem konstant niedrigen Niveau bleibt. Zwar stiegen die Verletztenzahlen im Vergleich zur Vorsaison um etwa 4,6% leicht an, das wird jedoch durch den langen und schneereichen Winter 2018/19 beeinflusst. Im Vergleich zur Basissaison 1979/80 beträgt der Rückgang dennoch insgesamt etwa 55 Prozentpunkte.



Mit  44.000 bis 46.000 verletzten deutschen Skifahrerinnen und Skifahrern  stieg die Zahl im Vergleich zur Saison 2017/2018 um etwa 2.000 bzw. gut  4,6%. In diese Statistik wurden nur solche Unfälle aufgenommen, die eine  ärztliche Behandlung nach sich zogen. Im Vergleich zur Basissaison  1979/1980 kann ein Rückgang um 55 Prozentpunkte verzeichnet werden. Der in  dieser Saison ermittelte Wert ist der höchste seit zehn Jahren. Teilweise erklärt wird dieser Anstieg durch die im Vergleich zur  Vorsaison um 1,5% gestiegene Anzahl der Skitage, die vom Verband Deutscher  Seilbahnen erhoben werden.

Auch  das Risiko, dass nach einer Skiverletzung eine stationäre Behandlung im  Krankenhaus notwendig ist, stieg im Vergleich zur Vorsaison an. Es kann  davon ausgegangen werden, dass 2018/2019 1,9 je 1.000 Skifahrerinnen  und Skifahrer
stationär behandelt wurden, was in etwa 7.800 bis 8.000 Personen entspricht.

Obwohl  sich das Risiko für Verletzungen in allen Körperregionen – wenn zum  Teil auch nur leicht – erhöht, sei hier vor allem der Anstieg des  Verletzungsrisikos in den Bereichen Knie und Schulter im Vergleich  zur Vorsaison erwähnt. Nach 2,89 von 1.000 Skifahrerinnen und  Skifahrern, die sich 2017/2018 im Bereich der Knie verletzten, sind dies  in der aktuellen Berichtssaison nunmehr 3,23. Auch im Bereich der Schulter ist das Risiko gestiegen: nach 2,46 in der vergangenen Saison  beträgt das Risiko aktuell 2,55 je 1.000 Skifahrerinnen
und Skifahrer.  Skifahrerinnen erleiden wesentlich häufiger Knieverletzungen. 2018/2019  betrafen 43,3% aller Verletzungen von Skifahrerinnen das Knie. Bei den  Skifahrern sind
Knieverletzungen mit 26,6% weniger dominant: fast ein  Viertel entfielen hier auf Verletzungen im Bereich  Schulter/Oberarm.

In  der abgelaufenen Skisaison wurden über 17% aller Verletzungen durch  Kollisionen (mit)verursacht. Das Risiko stieg somit abermals und betrug  nach 1,21 in der Vorsaison nunmehr 1,36 Kollisionsunfälle je 1.000  Skifahrerinnen und Skifahrer. 


Tags:
Verletzungen Winter Skipiste Allgäu Anstieg


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