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Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke setzt sich für Lärmentlastung auf A96 ein
26.03.2013 - 17:57
Auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke (CSU) fand am vergangenen Montag ein Gespräch mit Gernot Rodehack, Leiter der Kemptener Dienststelle der Autobahndirektion Südbayern, zur gegenwärtigen Lärmsituation auf der A96 in den Bereichen Kirchdorf, Türkheim und Buchloe statt.
Mit dabei war der Vorsitzende der Kirchdorfer Bürgerinitiative, Hannes Weber, 1. Bürgermeister Klaus Holetschek (Bad Wörishofen), 1. Bürgermeister Josef Schweinberger (Buchloe), 1. Bürgermeister Sebastian Seemüller (Türkheim), 2. Bürgermeister Josef Fischer (Bad Wörishofen) sowie Herr Oberstaller und Herr Würstle von der Stadtverwaltung Bad Wörishofen. Positives Ergebnis des Gespräches ist, dass im Bereich Kirchdorf der Fahrbahnbelag auf der A96 in Richtung München in den nächsten drei Jahren erneuert wird. Dies sagte Rodehack in dem Gespräch mit dem Abgeordneten fest zu. Bislang war hingegen von einer Erneuerung in den nächsten fünf bis zehn Jahren die Rede. „Dies ist ein guter Erfolg für die lärmgeplagten Kirchdorfer und die Bürgerinitiative. Ich bin froh, dass sich unser gemeinsamer Einsatz gelohnt hat“, erklärte Stracke und führte aus: „Zum Einbau kommt eine deutlich leisere Deckschicht wie sie bereits auf der A96 bei Gräfelfing am Autobahnende Richtung München Verwendung findet. Dies bedeutet eine hörbare Lärmminderung.“

Darüber hinaus sicherten Bad Wörishofen und Türkheim zu, zu prüfen, in wie weit sich durch eine Erhöhung der an der A96 gelegenen Lärmschutzeinrichtungen der Lärmschutz verbessert. Die Autobahndirektion wird dazu ihr technisches und fachliches Know-how zur Verfügung stellen. Der Bund werde bei entsprechenden Maßnahmen der Gemeinden seinen Grund und Boden bereitstellen. Dabei wird auch geprüft, ob eine Photovoltaikanlage als Lärmschutzwall in Frage kommen könnte. „Damit schaffen wir in der gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Bund und Behörde die Grundlagen für eine Entscheidung der Kommunen“, betonte der Bundespolitiker. Rodehack erläuterte in dem Gespräch, dass das aktuell erstellte Lärmkataster keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt hat. Sämtliche gültigen Lärmsanierungsgrenzwerte seien durchwegs eingehalten. Um die Lärmbelastung bei bestehenden Autobahnen zu senken, hatte die Bundesregierung den Lärmgrenzwert bereits verschärft. Deshalb reduzierte sie den Grenzwert um drei dB(A) auf 57 dB(A) in der Nacht für reine und allgemeine Wohngebiete. Selbst die noch strengeren Grenzwerte, die bei einem Neu- und Ausbau einer Autobahn gelten, seien an den lärmbetroffenen Gemeinden bei fast allen Wohngebäuden nicht überschritten worden. In diesem Zusammenhang sprachen sich die Bürgermeister für eine Resolution an den Verkehrsminister aus, um u. a. die Möglichkeiten für Geschwindigkeitsbegrenzungen – insbesondere in der Nachtzeit – zu erweitern.

Abschließend sprach Bürgermeister Holetschek die sich abzeichnenden Verkehrsprobleme bei den Autobahnauf- bzw. –abfahrten an der Anschlussstelle Bad Wörishofen an. Herr Rodehack sagte eine Verkehrszählung und Lösungsvorschläge zu. Nachdem sich an diesem Verkehrsknotenpunkt bereits jetzt Kapazitätsgrenzen abzeichnen, ist gerade im Hinblick auf neue Gewerbeflächen Vorsorge zu treffen, um die zusätzlichen Verkehrsströme problemlos abzuleiten.

 
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