Moderator: Thomas Häuslinger
mit Thomas Häuslinger
Sendung: Heute im Allgäu
 
 
Symbolbild Mountainbikestrecke
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Oberallgäu - Sonthofen
Freitag, 22. September 2017
Sonthofen: Grundlagen zur Radstadt -Entwicklung
Informationsveranstaltung zur Ausweisung von Mountainbikestrecken

An die 50 Vertreter aus Alpwegverbänden, Wald- und Weidegenossenschaften, Rechtlervereinigungen, Jagd- und Forstwirtschaft sowie Privateigentümer informierten sich am 18. September im Haus Oberallgäu über die rechtlichen Grundlagen sowie Vorschläge seitens der Stadtverwaltung bezüglich der im Rahmen der „Radstadt“-Entwicklung vorgesehen Ausweisung von Mountainbikestrecken. 

Bürgermeister Christian Wilhelm erläuterte die Zielsetzungen von Stadt und Stadtrat, die mit Ziel „Radstadt“ werden zu wollen, verbunden sind. Wichtiger Aspekt sei demnach, grundsätzlich die Infrastruktur für Fahrradfahrer in der Stadt grundlegend zu verbessern, parallel aber auch eine „Marke Radstadt Sonthofen“ zu entwickeln, um eine optimale Ausrichtung in Richtung Radtourismus und Nachhaltigkeit von neuen Konzeptionen zu erreichen. Dazu gehöre auch, für Einheimische und Feriengäste, die ihre Freizeit bzw. ihren Urlaub mit dem Fahrrad gestalten wollen, entsprechende attraktive Strecken anzubieten. Zielgruppe der Stadt seien deshalb nicht nur der „traditionelle Radfahrer“, sondern auch Rennradfahrer, E-Biker, Tourenfahrer aber auch Mountainbiker. 

Rechtsanwalt Tim-Felix Heinze erläuterte dem Forum die rechtlichen Grundlagen der Fahrradnutzung in der freien Natur sowie die Rechte und Pflichten der Radfahrer und der Eigentümer oder „Belangträger“, über deren Grund für das Radfahren geeignete Wege verlaufen. Revierförster Robert Baldauf stellte mögliche Streckenvarianten vor, die im Verlauf der nächsten Wochen detailliert mit allen Betroffenen beraten werden sollen. Ziel soll sein, einen breiten Konsens zu erreichen, um über ausgeschilderte Strecken den Großteil der Biker „kanalisieren“ zu können, um so den Druck von Wege und Strecken abzumildern, die der Jagd, der Waldbewirtschaftung und dem Naturschutz von Bedeutung seien. Optimum wären getrennte Strecken für Wanderer und Biker, um auch dieses Konfliktpotential zu entschärfen. Helmut Maier stellte als Mitglied der „Projektgruppe Radstadt“ Weidegatter und Streckenbeschilderungen als „flankierende Maßnahmen“ für die erhoffte Kanalisierung vor, die für das Projekt eingesetzt werden sollen. 

Die rege und stellenweise auch durchaus kontroverse Diskussion verdeutlichte, dass den Anwesenden Rechtssicherheit und Reglementierung sehr wichtig ist. Parallel wurde aber auch das Konfliktpotential sehr deutlich, was Landwirte, Jäger, Naturschützer auf der einen, die Biker auf der anderen Seite betrifft. Die Stadt suche aus diesen Gründen nach umsetzbaren und verträglichen Regelungen, die nur im gemeinsamen „Miteinander“ erreicht werden könnten. Die nächsten Wochen sollen dazu genutzt werden, gemeinsam mit den Belangträgern in einer Art „Stufenlösung“ möglichst schnell umsetzbare Strecken zu finden. In weiteren gemeinsamen Schritten sollen dann zwei vorgesehene Basisstrecken um verträgliche und abgestimmte Varianten ergänzt werden. Als optimistisches Ziel könnten dann – sollten sich alle Maßnahmen als realisierbar erweisen, die Konflikte weniger werden und die Biker die ausgeschilderten Strecken tatsächlich annehmen – wieder in gemeinsamer Beratung mit allen Betroffenen sogenannte „Single-Trails“ ausgewiesen werden, die auch versierten Bikern attraktive Betätigungsmöglichkeiten geben. Das Projekt soll sensibel und verantwortungsbewusst angegangen werden, so der Tenor der Veranstaltung. (PM)


Tags:
radstadt entwicklung mountainbikestrecken infoormationen allgäu



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