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Fußball: FC Memmingen mit 1:0-Erfolg gegen Aschaffenburg
10.05.2013 - 06:43
Es ist für den Fußball-Regionalligisten FC Memmingen bereits die siebte "englische Woche" in Folge. Selbst der so erfolgreiche FC Bayern München, der auf drei Hochzeiten tanzt, hat ein solches Mammutprogramm nicht zu bewältigen.
Kein Wunder, dass bei den Amateuren zum Ende hin etwas die Luft raus ist. Dennoch gelang gegen die abstiegsgefährdete Viktoria Aschaffenburg vor 518 Zuschauern ein 1:0 (0:0) Erfolg. Es war der sechste Heimsieg in der Punkterunde in Folgen. Mal abgesehen vom Pokalaus gegen Rosenheim haben die Memminger wieder zur früheren Heimstärke zurückgefunden.

Der Gegner spielte dem FCM schon früh in die Karten. Bereits nach fünf Minuten flog Florian Haith wegen einer Notbremse vom Platz, als er nach einem eigenen Stockfehler kurz vor der Strafraumgrenze Stefan Heger von den Beinen holte. Sicher eine harte Rote Karte, aber nach den Regeln hatte Drittliga-Schiedsrichter Karl Valentin (Taufkirchen) keine andere Wahl. „Gelb hätte auch gereicht“ meinte bei seinem Einstand Aschaffenburgs Trainer Julio Alvarez, der dem Unparteiischen bescheinigte, eigentlich „sehr gut gepfiffen“ zu haben. Der ehemalige Zweitliga-Profi des FSV Frankfurt machte die Niederlage seiner Mannschaft aber dennoch an zwei weiteren Entscheidungen des Referees fest. Zum einen forderte Aschaffenburg Strafstoß, als Edgar Weiler am Boden liegend den Ball an die Hand bekam und reklamierte vor dem 1:0 ein weiteres Memminger Handspiel an der Außenlinie. „Wäre abgepfiffen worden, dann wäre es gar nicht zu der Situation gekommen, die zum Tor geführt hat“, haderte Alvarez.

Memmingens Co-Trainer Thomas Reinhardt, der die Mannschaft wegen eines Kurzurlaubs von Esad Kahric auf das Spiel vorbereitet hatte, wusste nicht so recht, ob der frühe Platzverweis gegen die Viktoria dem FCM „geholfen oder eher geschadet hat“. Jedenfalls taten sich die Hausherren, ohne die beiden erfolgreichsten, aber verletzten Offensivkräfte Burak Tastan (9 Tore) und Florian Makoru (5 Tore), lange Zeit schwer. Nach der Pause hat es aber dann doch geklingelt, weil Stefan Heger eine Bonfert-Flanke genau auf den Kopf bekam (55. Minute). Die größte Ausgleichschance für die Gäste vergab Peter Sprung (71.). Unterm Strich war es aus Memminger Sicht ein verdienter Erfolg, weil die bemühten Gäste eben nicht trafen. Bedingt durch die Umstellungen war beim FCM einiges an Sand im Getriebe, viele gut gemeinte Pässe kamen nicht an. Im vorletzten Saison-Heimspiel geht es kommenden Samstag (14 Uhr) nun gegen den SC Eltersdorf, einen weiteren Abstiegskandidaten. Der zuletzt sehr starke Sebastian Bonfert muss nach seiner fünften Gelben Karte hier aussetzen.

 
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