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Allgäu
Mittwoch, 4. November 2015
VW-Skandal: Sorgenfalten bei Allgäuer Automobilzulieferern?
IHK Schwaben spricht von gutlaufenden Geschäften

Der VW-Skandal könnte auch Auswirkungen auf Unternehmen im Allgäu haben. Das berichtet der Bayerische Rundfunk (BR). Firmen wie Bosch in Blaichach oder auch die Firma Grob in Mindelheim sind Autozulieferer.

Noch seien die Firmen rund um die Krise bei Volkswagen verschont geblieben, doch die neuste Hiobsbotschaft des norddeutschen Weltkonzerns dürfte Sorgenfalten bei den Verantwortlichen hervorrufen. Neben Millionen Dieselfahrzeugen soll es jetzt auch bei Benzinern Probleme geben. 800.000 Fahrzeuge bei Audi, Porsche und VW könnten betroffen sein, schätzen die Wolfsburger selbst. Zwei Milliarden Euro Kosten befürchtet der VW-Konzern inzwischen rund um den Abgasskandal.

Niedrigere Stückzahlen könnten sich auch auf andere Teile der Automobilbranche bis hin zu den Zulieferungsbetrieben negativ auswirken. Konkrete Anhaltspunkte für Arbeitsplatzabbau oder anderes sei aber aktuell nicht auszumachen, heißt es. Die Industrie- und Handelskammer gibt an, dass die Geschäfte noch gut laufen würden, berichtet der BR.

 

Die offizielle Pressemitteilung der Volkswagen AG von gestern:
Die Aufklärung der Diesel-Thematik wird durch den Volkswagen Konzern weiter vorangetrieben: Bei internen Untersuchungen wurde nun festgestellt, dass es bei der Bestimmung des CO2-Wertes für die Typzulassung von Fahrzeugen zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Nach derzeitigem Erkenntnisstand könnten davon rund 800.000 Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns betroffen sein. Die wirtschaftlichen Risiken werden in einer ersten Schätzung auf rund zwei Milliarden Euro beziffert. Der Vorstand der Volkswagen AG wird unverzüglich mit den zuständigen Zulassungsbehörden über die Konsequenzen dieser Feststellungen in einen Dialog treten. Dies soll zu einer verlässlichen Bewertung der rechtlichen und in der Folge wirtschaftlichen Konsequenzen des bislang nicht vollständig aufgeklärten Sachverhalts führen.

Im Rahmen der gerade laufenden Überprüfungen aller Prozesse und Abläufe bei Dieselmotoren ist aufgefallen, dass bei der CO2-Zertifizierung einiger Fahrzeugmodelle zu niedrige CO2- und damit auch Verbrauchsangaben festgelegt wurden. Betroffen sind ganz überwiegend Fahrzeuge mit Dieselmotoren.

„Ich habe mich von Anfang an dafür eingesetzt, dass wir die Geschehnisse schonungslos und vollständig aufklären. Dabei machen wir vor nichts und niemandem Halt. Das ist ein schmerzhafter Prozess, aber er ist für uns ohne Alternative. Für uns zählt einzig und allein die Wahrheit. Das ist die Voraussetzung für die grundlegende Neuausrichtung, die Volkswagen braucht", sagte Matthias Müller, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft. Weiter sagte er: „Der Vorstand der Volkswagen AG bedauert zutiefst den festgestellten Sachverhalt und betont, dass der eingeschlagene Weg der Aufklärung und Transparenz konsequent weitergegangen wird."

Volkswagen setzt alles daran, nach Absprache mit den zuständigen Behörden schnellstmöglich eine Klärung der weiteren Vorgehensweise sowie eine korrekte Einstufung der CO2-Werte bei den betroffenen Fahrzeugen vorzunehmen.

Fest steht: Die Sicherheit der Fahrzeuge ist in keinem Fall betroffen. Eine verlässliche Bewertung des Umfangs der Unregelmäßigkeiten ist derzeit noch nicht möglich. Die wirtschaftlichen Risiken werden in einer ersten Schätzung auf rund zwei Milliarden Euro beziffert.


Tags:
bosch grob vw allgäu



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