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Sendung: Wach durch die Allgäuer Nacht
 
 
Der Terrorverdächtige Anis Amri
(Bildquelle: Bundeskriminalamt)
 
Ravensburg
Donnerstag, 22. Dezember 2016
Terrorverdächtiger war in Ravensburg in Abschiebehaft
Spur nach Weihnachtsmarkt-Anschlag führt in die Region

Nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin führt eine Spur an den Bodensee und nach Oberschwaben. Der Südwestrundfunk (SWR) berichtet, dass der flüchtige Terrorverdächtige Anis Amri vor einigen Monaten bereits in Abschiebehaft in der Justizvollzugsanstalt Ravensburg gesessen hatte. Amtsgericht und JVA Ravensburg hatten dies dem SWR bestätigt.

Den Berichten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt zur Folge, war der 24-Jährige mit gefälschten Papieren in einem Fernbus bei Friedrichshafen aufgegriffen worden. Anschließend wurde er in die JVA Ravensburg eingeliefert. Nach zwei Nächten ließen ihn die Justizbeamten wieder gehen, nachdem die zuständige Ausländerbehörde in Kleve (Nordrhein-Westfalen) dies angeordnet hatte. Im dortigen Bundesland sei er bereits als so genannter „Gefährder“ eingestuft worden. Dies hatte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) in einer Pressekonferenz in Düsseldorf bekannt gegeben. Nach übereinstimmenden Berichten von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR soll der Gesuchte Kontakt zum so genannten Islamischen Staat gehabt haben. Der BR berichtet über Verbindungen in die Salafistische Szene.

Am Montag (19.12.) fuhr gegen 20:00 Uhr in Berlin ein Sattelschlepper Typ Scania nebst Auflieger mit polnischem Kennzeichen von der Kantstraße kommend in die Einfahrt des Weihnachtsmarktes an der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz. Das Fahrzeug erfasste auf dem Weihnachtsmarkt zahlreiche Personen und kam nach 60-80 Metern auf der Budapester Straße zum Stehen. Zeugenaussagen zufolge entfernte sich eine Person kurz darauf vom Fahrzeug und ist seitdem flüchtig. Elf Menschen starben. Im LKW soll Amri zudem den Fahrer des polnischen Transportunternehmens erschossen haben, der sich nach jüngsten Medienberichten, wohl einen Kampf mit dem Terrorverdächtigen geliefert hatte. Er soll auch ins Lenkrad gegriffen und noch Schlimmeres verhindert haben. Dafür bezahlte er mit seinem Leben.

Öffentliche Fahndung nach dem Terrorverdächigen Anis Amri
Der Generalbundesanwalt und das Bundeskriminalamt (BKA) bittet um Ihre Mithilfe! Fahndung nach Anis AMRI im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin am 19.12.2016 - bis zu 100.000 Euro Belohnung.

Das Bundeskriminalamt fahndet im Auftrag des Generalbundesanwalts mit Unterstützung aller Polizeien der Länder und des Bundes wegen dringendem Tatverdacht nach

Anis AMRI, 24 Jahre alt, geboren in Tunesien.

Anis AMRI ist 178 cm groß, wiegt circa 75 kg, hat schwarze Haare und braune Augen. Vorsicht: Er könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Bundesanwaltschaft und BKA bitten um Ihre Unterstützung:
Wer kann Angaben zu gegenwärtigen oder früheren Aufenthaltsorten der Person machen?

Wenn Sie die gesuchte Person sehen, benachrichtigen Sie die Polizei. Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr, denn die Person könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Beschuldigten führen, ist eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise bitte an das
Bundeskriminalamt
Tel.: 0800-0130110 (gebührenfrei),
oder an jede andere Polizeidienststelle.


Tags:
anisamri terror fahndung berlin



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